Sarah Engels tritt beim Eurovision Song Contest 2026 für Deutschland als Zweite im Finale an, was unter Fans als „verfluchter Startplatz“ gilt, da noch nie ein Teilnehmer von dieser Position gewonnen hat. Ihre Gewinnchancen liegen laut Wettstatistiken bei unter einem Prozent.
Sarah Engels beim ESC: Zweiter Startplatz sorgt für Bedenken

Die Kölner Sängerin Sarah Engels wird beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien für Deutschland antreten. Sie wird als Zweite im Finale auftreten, was unter den Fans des Wettbewerbs als ungünstig gilt.
Sarah Engels und der umstrittene Startplatz
Am Freitagmorgen wurde die Startreihenfolge für das Finale am 16. Mai bekannt gegeben. Engels wird mit ihrem Titel „Fire“ für den SWR ins Rennen gehen und eröffnet das Finale direkt nach dem dänischen Favoriten Søren Torpegaard Lund. Israel wird auf dem dritten Platz folgen.
Obwohl Engels nach ihrem Halbfinalauftritt das „Producer’s Choice“-Recht in Anspruch nahm, um ihren Startplatz zu bestimmen, landete sie auf der Position 2. Dies wirft Fragen auf, ob dies im Sinne des deutschen Senders war.
Wettchancen und Statistiken
Die Wettquoten, die von dem Portal Eurovisionworld analysiert wurden, zeigen, dass Engels‘ Gewinnchancen bei unter einem Prozent liegen. Nur Belgien und Österreich haben laut Buchmachern noch geringere Chancen.
Die genaue Uhrzeit ihres Auftritts ist noch nicht festgelegt, jedoch wird erwartet, dass sie zu Beginn der mehrstündigen Show auftritt.
Der „Fluch der Startnummer zwei“
Der zweite Startplatz gilt unter den Fans des Eurovision Song Contests seit vielen Jahren als „death slot“. Statistiken belegen, dass kein Land jemals von dieser Position aus den Wettbewerb gewonnen hat. In der Vergangenheit landeten neun Acts von dort auf dem letzten Platz, darunter auch drei mit null Punkten. Ein aktuelles Beispiel ist die luxemburgische Sängerin Laura Thorn, die im ESC-Finale 2025 als Zweite startete und den 22. Platz belegte.
Die frühe Position hat dramaturgische Nachteile, da der Abend oft noch nicht in vollem Gange ist, wenn der zweite Act auftritt. Bis zur Abstimmung haben die Zuschauer bereits viele andere Beiträge gesehen, die den Eindruck von Engels‘ Auftritt überlagern könnten.
Historische Ausnahmen und andere Startplätze
Es gibt jedoch einige Ausnahmen, die den Mythos des „death slots“ relativieren. So erreichte Großbritannien 1965 von Startplatz 2 aus den zweiten Platz im Gesamtwettbewerb. Auch in den Jahren 1997 und 2002 schafften es weitere Acts von dieser Position auf Rang drei.
Das Gastgeberland Österreich hatte seinen Startplatz bereits im März per Los gezogen und wird das Finale auf Position 25 beschließen. Statistisch gesehen haben Länder wie Finnland, Schweden, Italien und Rumänien, die in der zweiten Hälfte des Abends auftreten, bessere Chancen, da ihre Beiträge länger im Gedächtnis der Abstimmenden bleiben.
Das ESC-Finale 2026 findet am 17. Mai in Wien statt.
Quellen: t-online
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