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Schädel offenbaren grausame Rituale der 1. Dynastie Ägyptens

Hinweise auf Menschenopfer in der 1. Dynastie des Alten Ägypten Um 3000 vor Christus starben anscheinend Bedienstete eines ägyptischen Königs nicht an natürlichen Ursachen. Eine umfassende Analyse von 46 Schädeln ergab, dass 18 von ihnen tödliche Verletzungen aufwiesen.

Schädel enthüllen grausames Ritual im Alten Ägypten: Hinweise auf Menschenopfer in 1. Dynastie
Rüdiger Stehn from Kiel, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Hinweise auf Menschenopfer in der 1. Dynastie des Alten Ägypten

Um 3000 vor Christus starben anscheinend Bedienstete eines ägyptischen Königs nicht an natürlichen Ursachen. Eine umfassende Analyse von 46 Schädeln ergab, dass 18 von ihnen tödliche Verletzungen aufwiesen. Diese Funde lassen auf ein unheilvolles Ritual schließen.

Eine neue Studie legt nahe, dass Menschenopfer in den frühen Phasen des Alten Ägypten praktiziert wurden. Die Untersuchung zeigt, dass Bedienstete eines Königs aus der 1. Dynastie, die rund 3000 vor Christus lebten, gewaltsam ums Leben kamen. Die Ergebnisse gehen auf eine Analyse von Schädeln zurück, die in der Nekropole Umm el-Qaab, nahe der archäologischen Stätte Abydos am Nil, entdeckt wurden. Laut der Bioarchäologin Roselyn Campbell von der Purdue University in West Lafayette, Indiana, weisen 39 Prozent der analysierten Schädel potenziell tödliche Knochenverletzungen auf.

Verletzungen und Bestattungspraktiken

Die Verletzungen an den Schädeln betreffen hauptsächlich das Schädeldach. Dabei wurden einige durch das Eindringen eines Objekts verursacht, während andere durch Schläge im Augenbereich entstanden. Diese 46 Schädel stammen aus einer Sammlung der Universität Cambridge und wurden in den 1920er Jahren von dem britischen Ägyptologen Flinders Petrie aus Nebengräbern der Königsgräber der 1. Dynastie entnommen. Die frühdynastische Periode begann mit der Vereinigung von Ober- und Unterägypten.

Campbell berichtet, dass die meisten Verstorbenen nur wenige Grabbeigaben, wie Keramikgefäße, erhielten. Häufig fanden sich auch kleine Objekte wie Kupferwerkzeuge, Pfeilspitzen oder Elfenbeinfiguren in den Gräbern. Anhand von Grabmarkierungen mit Namen und offiziellen Titeln schloss Petrie, dass in diesen Gräbern vorwiegend Beamte und Handwerker bestattet waren. Er vermutete, dass es sich um eine Gefolgschaftsbestattung handelte, bei der Personen aus dem Umfeld eines Herrschers nach dessen Tod getötet wurden.

Forensische Analysen der Gegenwart

Die Praxis der Menschenopfer ist nicht nur im Alten Ägypten zu finden, sondern wird auch in vielen anderen Kulturen praktiziert. Oft wird geglaubt, dass die geopferten Personen dem Herrscher im Jenseits zur Seite stehen. Campbell betont jedoch, dass diese Rituale auch als Machtdemonstration des Herrschers interpretiert werden können. In seinen früheren Beschreibungen hatte Petrie angegeben, dass er an den Skeletten keine Spuren von Gewalt feststellen konnte.

Durch moderne forensische Methoden gelang es Campbell jedoch, an 18 Schädeln Verletzungen nachzuweisen, die vermutlich zum Zeitpunkt des Todes entstanden sind. Diese Verletzungen sind durch unvollständige Brüche oder Scharnierfrakturen erkennbar und unterscheiden sich von älteren Verletzungen. Die Bioarchäologin erklärt, dass die meisten Verletzungen an den Schädeln lineare Frakturen sind, die schnell zu Bewusstlosigkeit und inneren Blutungen führen können.

Ursachen der Verletzungen

Campbell schließt aus, dass die Verletzungen durch einen Schlag mit einer Steinkeule entstanden sein könnten, da ein solcher Schlag den Schädel zertrümmert hätte. Auch Stürze werden weitgehend ausgeschlossen, da dabei auch andere Knochen hätten brechen müssen, was Petrie wahrscheinlich festgestellt hätte. Campbell hofft, dass künftig ähnliche Untersuchungen durchgeführt werden, um neue Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen, selbst mit unvollständigen Datensätzen.


Quellen: n-tv, MDR

Bildquelle: Rüdiger Stehn from Kiel, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS