Bei dem schweren Schiffs-Unglück sind über 130 Menschen ertrunken. Von einem weiteren Boot mit 40 Besatzungsmitgliedern fehlt noch jede Spur.
Schiffs-Unglück mit 130 Toten

Bei dem schweren Schiffs-Unglück sind über 130 Menschen ertrunken. Von einem weiteren Boot mit 40 Besatzungsmitgliedern fehlt noch jede Spur.
Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée hatte am Donnerstag vor der Küste Libyens ein Schlauchbootwrack und mehrere Tote gefunden. Bei dem schweren Bootsunglück vor der Küste Libyens sind den UN zufolge über 130 Migranten und Flüchtlinge verstorben. Zudem fehlt von einem weiteren Boot auf dem Mittelmeer mit über 40 Menschen an Bord bisher jede Spur, so Safa Msehli, Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Ein drittes Boot mit Migranten und Flüchtlingen sei von der Küstenwache abgefangen worden. Auch dabei seien laut Seenotrettungsbündnis Seebrücke eine Frau und ein Kind ums Leben gekommen.
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„Die Menschlichkeit ist untergegangen“, erklärte die Sprecherin der IOM auf Twitter. Die nicht-staatliche Rettungsorganisation SOS Méditerranée hatte Alarm geschlagen, sodass die Besatzung ihres Schiffes „Ocean Viking“ am Donnerstag stundenlang nach dem Schlauchboot gesucht haben.
„Schließlich hätten sich jedoch nordöstlich der libyschen Hauptstadt Tripolis nur noch Tote gefunden. Die 130 Menschen haben versucht aus Libyen zu fliehen. Die IOM-Sprecherin warf den europäischen Anrainerstaaten des Mittelmeers und Libyen vor, trotz der Notrufe nicht gehandelt zu haben. Die Staaten seien völkerrechtlich verpflichtet, Menschen in Seenot zur Hilfe zu kommen.“ (BR24)
Das Seenotrettungsbündnis Seebrücke behauptete, die europäischen und libyschen Behörden seien durch den Notruf der Organisation Alarm Phone genauso benachrichtigt worden wie die „Ocean Viking“. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex habe das Boot dann aus der Luft gesichtet. „Dies war kein Unfall, sondern ein politisch gewolltes Sterben.“
Alarm Phone, ist eine Organisation, bei der sich Migranten in Seenot melden können. Safa Msheli habe bereits zehn Stunden lang mit dem Schlauchboot in Kontakt gestanden, bevor es gekentert ist.
Europäische und libysche Stellen habe man ebenfalls über die Situation informiert. Die Europäer hätten auf die libysche Küstenwache verwiesen, welche eine Rettung verweigert haben sollen. „Die Menschen hätten gerettet werden können, aber alle Behörden haben sie wissentlich dem Tod auf See überlassen“, kritisierte die Organisation. Geholfen haben nur nicht-staatliche Gruppen.








