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Schwitzen- Nicht immer harmlos!

An warmen Tagen oder beim Sport ist schwitzen völlig normal und in der Sauna ist der Schweiß sogar erwünscht. Doch die Tröpfchen auf der Haut könnten ebenfalls ein Warnsignal für eine ernsthafte Erkrankung sein.

Foto: Depositphotos/Unsplash

An warmen Tagen oder beim Sport ist schwitzen völlig normal und in der Sauna ist der Schweiß sogar erwünscht. Doch die Tröpfchen auf der Haut könnten ebenfalls ein Warnsignal für eine ernsthafte Erkrankung sein.

Bei so hohen Temperaturen wie in diesem Sommer, ist schwitzen etwas ganz normales. Schwitzen ist eine natürliche Funktion des menschlichen Körpers, um ihn vor einer Überhitzung zu bewahren. Der Schweißfilm hat eine kühlende Wirkung und regelt somit unsere Körpertemperatur.

Der Wärmehaushalt wird ebenso bei sportlicher Aktivität und besonders durch scharfes Essen strapaziert. Bei großer Angst, Aufregung und Nervosität werden die Nerven, die die Schweißproduktion steuern, überaktiv. In solchen Momenten stehen wir unter Druck und der Körper schüttet vermehrt Stresshormone aus. In einigen Fällen beruht übermäßiges Schwitzen auch auf starkem Übergewicht und lässt sich durch das Purzeln einiger Kilos wieder regulieren.

Ein Arztbesuch ist erst dann ratsam, wenn das Schwitzen im Alltag, privat oder beruflich zur Last wird. Vor allem wenn diese Ausbrüche mit weiteren Beschwerden gekoppelt sind.

Ab wann ist Schwitzen ein Warnsignal? Bei vielen Menschen kann schwitzen auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Gerät der Körper ohne sportliche Anstrengung oder emotionalen Stress ins schwitzen, könnten das Anzeichen auf ein hormonelles Durcheinander  in den Wechseljahren bis hin zu einer Krebserkrankung sein.

Hyperhidrose- unkontrolliertes schwitzen! Bei einer Hyperhidrose, der ,,Schwitzkrankheit“, reagieren Betroffene bei kleinsten Wärmereizen übermäßig stark. Dicke Schweißperlen auf der Stirn und große Schweißflecken auf der Kleidung sind nicht nur physisch unangenehm, sondern auch psychisch sehr belastend. Eine Sonderform der sogenannten Schwitzkrankheit erleiden Frauen in den Wechseljahren. Wie aus dem Nichts überkommt ein Hitzeschwall den kompletten Körper. Solche Hitzewallungen dauern überwiegend nur Sekunden an, können aber zig mal über den Tag oder während des Schlafens auftreten.

Schwitzen durch Infektionskrankheiten Vor allem bei Erkältungen und einer Grippe leitet der Körper die durch Fieber aufgebaute innere Wärme nach außen. In der Medizin ist diese ,,Schwitzkur“ ein natürlicher Beschleuniger der Genesung, da die Viren aus dem Körper gestoßen werden. Erkrankte werden demzufolge oft absichtlich dick eingepackt, um starkes schwitzen zu provozieren.

Stoffwechselstörungen Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder Parkinson können hinter übermäßigen Schwitzen stecken. Ausbrüche in Verbindung mit Schwäche, Muskelzittern, Schwindel und Herzrasen sind ein Indikator für solche Erkrankungen.

Kalter und Heißer Schweiß Wenn am ganzen Körper Schweiß ausbricht, der den Betroffenen jedoch frösteln lässt, kann es sich um eine Panikattacke handeln. Auch ein Alkohol– oder Drogenentzug macht sich durch kalten Schweiß bemerkbar.

Kalter Schweiß deutet auf eine ,,Vorstufe“ eines Herzinfarktes hin. Allerdings begleiten weitere Beschwerden den kalten Schweiß. Wie ausstrahlende Brustschmerzen, Angst, Schwindel oder Atemnot.

Nachtschweiß:  Anzeichen einer Krebserkrankung? Schweißausbrüche im Schlaf gehören zu den ersten Warnzeichen für bestimmte Krebserkrankungen, vor allem Lymphdrüsen-Krebs, Leukämie oder Knochenmarkfibrose. Bis zu einem halben Liter Schweiß sondert der menschliche Körper nachts ab. Wer jedoch ohne besondere Umstände Nacht für Nacht schweißgebadet aufwacht, sollte dem nachgehen. Bei plötzlich auftretendem, und häufigem Nachtschweiß sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Focus Bildquelle: Symbolfoto von depositphotos

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