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Seoul: Verheerender Brand in Behelfssiedlung Guryong nach Stunden eingedämmt

Am Nachmittag des 27. Oktober 2026 brach gegen 15:50 Uhr erneut ein verheerendes Feuer in einer provisorischen Baustruktur des zweiten Bezirks im Stadtteil Gaepo-dong aus.

Seoul: Großbrand in berüchtigtem Armenviertel - Anwohner fliehen
Bildquelle: Max Kukurudziak auf Unsplash

Historisch betrachtet wurzelt das Dorf Guryong in den drastischen Verdrängungsprozessen der 1980er Jahre, als einkommensschwache Bürger im Zuge gigantischer städtebaulicher Umstrukturierungen aus dem Seouler Zentrum vertrieben wurden. Seither verharrt das Areal als bauliches Provisorium in direkter Nachbarschaft zum hochpreisigen Vorzeigebezirk Gangnam und bildet einen der schärfsten sozialen Kontraste des Landes. Immer wieder verwüsten Flammen die dicht gedrängten Reihen aus Sperrholz und Dämmmaterial; bereits im vergangenen Januar hatte ein Großbrand zur Evakuierung von 258 Menschen geführt.

Ausbruch im zweiten Bezirk löst Großeinsatz aus

Am Nachmittag des 27. Oktober 2026 brach gegen 15:50 Uhr erneut ein verheerendes Feuer in einer provisorischen Baustruktur des zweiten Bezirks im Stadtteil Gaepo-dong aus. Begünstigt durch widrige Wetterbedingungen sprangen die Flammen rasch auf die Sektoren 1, 3 und 7 über, während kilometerweit sichtbare Rauchschwaden über der südkoreanischen Metropole aufstiegen. Angesichts der akuten Bedrohung verließen 39 Anwohner ihre Unterkünfte eigenständig, um sich vor dem Brand in Sicherheit zu bringen.

Die örtlichen Rettungsdienste reagierten mit einer massiven Mobilisierung, sahen sich jedoch erheblichen Hürden gegenüber:

  • 232 Einsatzkräfte kämpften gegen die Brandfront.
  • 110 Fahrzeuge sowie 6 Löschhubschrauber wurden koordiniert.
  • Starke Windböen und akuter Wassermangel hemmten die Löscharbeiten vor Ort.
  • Einsetzende Dunkelheit verhinderte zeitweise den gezielten Abwurf von Löschwasser aus der Luft.
  • Das Übergreifen auf benachbarte Waldareale musste durch Riegelstellungen abgewehrt werden.

Staatspräsident Lee Jae Myung schaltete sich direkt ein und wies die Behörden an, sämtliche verfügbaren Mittel zusammenzuziehen, um die Sicherheit der dortigen Bevölkerung zu garantieren.

Eindämmung in der Nacht und gesundheitliche Folgen

Erst nach einem kräftezehrenden Einsatz von 10 Stunden und 31 Minuten meldete die Seouler Feuerwehr am 28. Oktober um 02:21 Uhr die offizielle Eindämmung des Brandes. Damit war das Feuer unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausdehnung endgültig gestoppt. Nach Angaben der Behörden erlitt eine Frau in ihren 30ern leichte Beinverletzungen, Todesopfer waren nicht zu beklagen. Dennoch hinterlässt die Katastrophe schwere Spuren: Insgesamt zählen die Behörden 107 Betroffene, deren Unterkünfte beschädigt oder vollständig zerstört wurden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der baulichen Enge, mangelnder Wasserversorgung und böiger Winde extrem langwierig, bis das Feuer in den frühen Morgenstunden eingedämmt werden konnte.

Prekäre Bausubstanz wirft Fragen für die Zukunft auf

Die genauen Ursachen für den Ausbruch des Feuers bleiben Gegenstand laufender Untersuchungen durch die Kriminalpolizei und Brandermittler. Die wiederholten Katastrophen rücken jedoch die grundlegenden Sicherheitsdefizite des Areals erneut in den Fokus. Die Verwendung hochgradig entflammbarer Isolierstoffe und das Fehlen moderner Brandmelde- sowie Löschsysteme machen die Siedlung seit Jahrzehnten zu einem dauerhaften Risikogebiet. Stadtplaner und Hilfsorganisationen fordern nun nachhaltige Lösungen für die verbliebenen Bewohner, um derartige Zwischenfälle im Schatten von Gangnams Luxusfassaden künftig dauerhaft zu verhindern.


Quellen: n-tv, news.jkn.co.kr

Bildquelle: Bildquelle: Max Kukurudziak auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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TS