Der Tod von Sergej Iwanow, einem engen Vertrauten Putins und ehemaligen Verteidigungsminister, markiert einen bedeutenden Verlust für die russische Politik. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar, während sein politisches Erbe und die Kontroversen, die ihn begleiteten, weiterhin diskutiert werden.
Sergej Iwanow: Ehemaliger Verteidigungsminister Russlands im Alter von 73 Jahren verstorben

Abschied von einem bedeutenden Staatsmann
Sergej Iwanow, ein politischer Wegbegleiter von Präsident Wladimir Putin, hat das Leben verlassen. Dies wurde durch Kremlsprecher Dmitri Peskow bekanntgegeben, der mitteilte, dass Iwanow heute im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Putin hat den Angehörigen sein Beileid übermittelt und ein Telegramm gesendet. Die Hintergründe seines Todes sind bislang unklar.
Werdegang und Einfluss im Staatsdienst
Iwanow kann auf eine eindrucksvolle Karriere im russischen Staatsdienst zurückblicken. Er begann nach seiner Ausbildung als Übersetzer seine Laufbahn im sowjetischen und später im russischen Geheimdienst, was bis Ende der 1990er Jahre andauerte. In dieser Zeit kam er mit Wladimir Putin in Kontakt, der ebenfalls aus St. Petersburg stammt. Zwischen 1999 und 2026 war Iwanow Mitglied des russischen Sicherheitsrates, mit einer kurzen Unterbrechung von 2008 bis 2012. Zudem bekleidete er das Amt des Verteidigungsministers von 2001 bis 2007.
Nachfolge und politische Rivalitäten
Im Jahr 2008 wurde Iwanow als potenzieller Nachfolger für Putin gehandelt, da dieser aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren konnte. Letztendlich fiel die Wahl jedoch auf Dmitri Medwedew, der während seiner Amtszeit die Verfassung anpasste, um Putin 2012 wieder ins Amt zu bringen. Iwanow und Medwedew waren in dieser Zeit als Rivalen um die Nachfolge Putins angesehen.
Letzte Jahre und Rückzug aus dem Amt
Nach seiner Amtszeit als Verteidigungsminister war Iwanow bis 2011 Vizeregierungschef und übernahm anschließend die Präsidialverwaltung. Zuletzt war er als Sonderbeauftragter des Präsidenten für Naturschutz, Ökologie und Verkehr tätig. Berichten zufolge trat er im Februar 2026 von diesem Posten zurück, wobei Spekulationen über gesundheitliche Probleme aufkamen, die ihn in den letzten Monaten belasteten.
Kontroversen und internationale Reaktionen
Iwanow unterstützte die Annexion der Krim im Jahr 2014 sowie den Beginn des Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2022. Aufgrund seiner politischen Haltung und seiner Unterstützung dieser Maßnahmen wurden gegen ihn von der Europäischen Union, den USA und anderen Staaten Sanktionen verhängt. Iwanow hinterlässt eine Ehefrau und einen erwachsenen Sohn.
Quellen: t-online, Die Zeit
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