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SC Freiburg zieht vorzeitig ins Achtelfinale der Europa League ein

Begleitet von strengen Sicherheitsmaßnahmen und einem Fan-Boykott bezwang der Bundesligist Maccabi Tel Aviv mit einem späten Tor von Igor Matanovic.

Igor Matanovic (l.) gehörte zu den auffälligsten Freiburgern - und traf.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Unter strengen Sicherheitsmaßnahmen und einem Fan-Boykott hat der SC Freiburg vorzeitig das Achtelfinale der Europa League erreicht. Der Fußball-Bundesligist besiegte Israels Rekordmeister Maccabi Tel Aviv durch ein spätes Tor von Igor Matanovic (82. Minute) mit 1:0 (0:0).

Die Freiburger bleiben vor 27.600 Zuschauern auch in der siebten Partie des Wettbewerbs ungeschlagen und feiern im vierten Heimspiel den vierten Sieg. Zum Abschluss der Ligaphase geht es nächste Woche noch zum OSC Lille nach Frankreich. Maccabi, das bisher nur einen Punkt geholt hat, kann auch die Playoff-Runde im Februar nicht mehr erreichen.

Über 2.000 Beamte im Einsatz

Um mögliche antisemitische Ausschreitungen zu verhindern, wurden strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen – ähnlich wie beim Gastspiel von Maccabi beim VfB Stuttgart im Dezember. Über 2.000 Polizeibeamte waren rund um das Spiel im Einsatz, was zu langen Wartezeiten bei den Einlasskontrollen führte. Einige Ultra-Gruppierungen aus Freiburg blieben fern, da sie sich in ihrer kulturellen Freiheit eingeschränkt fühlten. Dadurch blieben auch viele Plätze im Stadion leer, was die Stimmung beeinflusste.

Viel Dominanz, wenig Präzision

Auch auf dem Spielfeld war es zunächst ziemlich ruhig, bevor der SC aus dem Nichts zu einer ersten großen Chance kam. Die Gäste konnten einen langen Pass von Verteidiger Max Rosenfelder nicht klären, der Ball landete bei Matanovic, aber der Abschluss des Stürmers war zu schwach (17.).

Auch sonst war Matanovic, der formstarke Spieler der Freiburger, der auffälligste Spieler, der nun mehr und mehr dominierte. Sie wurden jedoch selten wirklich gefährlich. Ein Muster, das man bei den Breisgauern aus dieser Saison schon kennt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte der SC sogar Glück, dass Torwart Noah Atubolu bei einem Kopfball von Saied Abu Farchi das 0:1 verhinderte.

Dreifach-Chance nach der Pause

Im Strafraum von Maccabi wurde es richtig turbulent zehn Minuten nach der Pause. Matthias Ginter von Freiburg scheiterte nach einer Ecke an Torwart Roi Mishpati, Matanovic traf nur die Latte im Nachsetzen, und Yuito Suzuki vergab den dritten Versuch. Es ist kaum zu glauben, dass die Badener den Ball nicht ins Tor brachten. Dennoch erhöhten sie nun spürbar die Schlagzahl.

Der Flügelspieler Derry Scherhant schoss die Kugel zunächst vorbei (59.), scheiterte dann nach einer Kombination mit Matanovic aus kurzer Distanz (68.) und schoss die Kugel schließlich direkt in die Arme von Torhüter Mishpati (76.).

In der Endphase wurden die Freiburger schließlich für ihre Bemühungen belohnt: Kapitän Christian Günter schlug von der linken Seite eine Flanke, Matanovic traf mit einem großartigen Kopfball zur Entscheidung.

dpa