Der Skoda Kodiaq zeigt sich bei der TÜV-Hauptuntersuchung als zuverlässiges SUV. Mit einer Mängelquote von nur 13,6 Prozent übertrifft er den Durchschnitt und punktet zudem mit hoher Laufleistung. Dennoch gibt es einige Schwachstellen, die Käufer beachten sollten.
Skoda Kodiaq: Erfreuliche TÜV-Ergebnisse belegen hohe Verarbeitungsqualität

Skoda Kodiaq im Gebrauchtwagencheck: Geringe Mängelquote bei TÜV-Prüfungen
01.06.2026, 17:43 Uhr
Der Skoda Kodiaq, ein beeindruckendes SUV, ist nach einem in Alaska heimischen Braunbären benannt. Ob das Fahrzeug auch bei den Hauptuntersuchungen überzeugt, zeigt die TÜV-Statistik.
Die Namensgebung eines SUVs nach einer Bärenart ist nicht alltäglich. Skoda wählte für sein großes Modell Kodiaq den Kodiak-Bären als Inspiration. Im Gegensatz zu manch anderem Bären in freier Wildbahn zeigt die erste Generation des Kodiaq (2017 bis Ende 2023) bislang nur wenige Probleme.
Qualität
Die Mängelquote der ersten Kodiaq-Generation liegt deutlich unter dem Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. So bestehen insgesamt 78,8 Prozent aller sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeuge die TÜV-Hauptuntersuchung ohne Mängel, während beim Kodiaq 86,4 Prozent ohne Beanstandungen bestehen. Zudem weisen die Laufleistungen des Skoda-Modells eine überdurchschnittliche Höhe auf. Dennoch gibt es einige Beanstandungen: Die TÜV-Prüfer bemängeln die Achsaufhängung sowie bei den neueren Modellen Ölverlust. Auch die Bremsscheiben zeigen eine Neigung zum Verschleiß.
Karosserie und Innenraum
Das 4,70 Meter lange Mittelklasse-SUV basiert auf dem modularen Querbaukasten des VW-Konzerns und teilt sich technische Komponenten mit Modellen wie dem Audi Q3, Seat Ateca und VW Tiguan. Skoda bietet den Kodiaq sowohl als Fünf- als auch als Siebensitzer an. Das Interieur ist typisch für Skoda: eher sachlich als verspielt. Im Fünfsitzer bietet das Fahrzeug ein gutes Platzangebot, während die Plätze sechs und sieben im Siebensitzer eher beengt sind. Die Rückbank, die im Verhältnis 60:40 geteilt ist, lässt sich um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschieben, um mehr Kniefreiheit oder Kofferraumvolumen zu schaffen.
In der fünfsitzigen Konfiguration bietet das Gepäckabteil ein Volumen zwischen 720 und 2.065 Litern. Der umklappbare Beifahrersitz ermöglicht den Transport von Gegenständen mit einer Länge von bis zu 2,80 Metern. Bei voller Bestuhlung im Siebensitzer reduziert sich das Ladevolumen auf 270 Liter.
Motoren und Antrieb
Die Leistungsspanne des Kodiaq reicht von 92 kW/125 PS bis zu 180 kW/245 PS im RS-Modell. Neben dem Basismotor gibt es einen 1,4-Liter-Turbo mit 110 kW/150 PS. Ende 2018 wurde dieser durch einen 1,5-Liter-TSI mit 150 PS ersetzt. Ein 2,0-Liter-Motor mit 132 kW/180 PS war bis zum Sommer 2021 das Top-Modell, bevor die RS-Version diese Position übernahm. Der Normverbrauch der Benziner liegt zwischen 6 und 8,3 Litern.
Bei den Dieselvarianten gab es ebenfalls eine RS-Version: einen bis 2020 erhältlichen 176 kW/240 PS starken Zweiliter-Selbstzünder. Zudem waren Diesel mit 150 PS und 190 PS im Angebot, seit 2019 auch mit 147 kW/200 PS. Der durchschnittliche Verbrauch der Dieselmodelle liegt zwischen 4,8 und 6,4 Litern. Je nach Motorvariante wird die Kraftübertragung entweder durch eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs oder sieben Gängen gewährleistet. Bis auf den Basismotor konnten alle Motoren mit Allradantrieb bestellt werden oder hatten diesen serienmäßig.
Ausstattung und Sicherheit
Der Kodiaq war in den bekannten Ausstattungslinien Active, Ambition, Style und L&K sowie in den Varianten Scout und Sportsline erhältlich. Die Basisversion war bereits ordentlich ausgestattet, während die höheren Komfortlinien Extras wie Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, elektrisch bedienbare Heckklappen, Rückfahrkameras oder schlüssellosen Zugang beinhalteten. Erstkäufer konnten zudem in Leder, ein Panoramaglasdach, adaptive Abstands- und Stauassistenten oder ein adaptives Fahrwerk investieren.
Fazit
Mit dem Kodiaq hat Skoda ein gelungenes SUV auf den Markt gebracht. Viel Platz, ein großer Stauraum und eine gute Qualität sprechen für das Modell. Interessenten sollten jedoch darauf achten, ihr Wunschfahrzeug auf mögliche Schwachstellen überprüfen zu lassen, um unerwartete Kosten zu vermeiden. Aktuell werden auf mobile.de rund 3.200 gebrauchte Skoda Kodiaq der ersten Generation angeboten, wobei die Preise bei etwa 12.000 Euro für ältere Modelle beginnen.
Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos








