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Heidenheim siegt gegen Union Berlin mit späten Toren

Ein Hoffnungszeichen im Abstiegskampf: Heidenheim dreht Spiel mit zwei späten Treffern und klettert vorübergehend auf den Relegationsplatz.

Rani Khedira (l) avancierte erneut zum Matchwinner für Union Berlin.
Foto: Soeren Stache/dpa

Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein Zeichen der Hoffnung gesetzt. Am zwölften Spieltag besiegte das Team unter Trainer Frank Schmidt Gastgeber Union Berlin mit 2:1 (0:1). Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielte Rani Khedira (43. Minute) das Führungstor für den Gastgeber in einem hart umkämpften Spiel. Stefan Schimmer, der eingewechselt wurde, erzielte in der 90. Minute den Ausgleich, und Jan Schöppner schoss sogar in der letzten Aktion den Siegtreffer (90.+5).

Heidenheim hat jetzt acht Punkte und ist vorübergehend auf den Relegationsplatz gestiegen. Die Berliner konnten Heidenheim auch im fünften Vergleich im Oberhaus nicht schlagen. Außerdem wurde der Mannschaft die Generalprobe für das Pokalspiel gegen Bayern München ruiniert.

Schweigende Fan-Proteste in den ersten zwölf Minuten

Nach dem 1:0-Sieg beim FC St. Pauli tauschte Union-Trainer Steffen Baumgart zweimal aus und setzte Derrick Köhn und Woo-Yeong Jeong für Tom Rothe und Andrej in die Startelf. Heidenheims Trainer Frank Schmidt machte im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen Gladbach vier Änderungen und brachte Marlon Busch und Benedikt Gimber sowie die Startelf-Debütanten der Saison, Julian Niehues und Thomas Keller.

Wie auch am vorherigen Spieltag, hielten die Fans aus Protest gegen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen der Politik die ersten zwölf Minuten lang still – nur unterbrochen von vereinzelten Pfiffen sowie einem Lattenschuss von Mathias Honsak in der 8. Minute und einer Chance durch Köhn eine Minute später.

Khedira erneut der Dosenöffner

Die Gäste waren im kampfbetonten Spiel agiler als die Gastgeber, konnten jedoch kein spielerisches Übergewicht erlangen. Es gab nur wenige gefährliche Torchancen, bevor Khedira, der bereits in Hamburg das einzige Tor erzielt hatte, den Knoten nach einer Vorlage von Ilyas Ansah aus rund elf Metern löste.

Nach der Halbzeitpause zeigte Union eine souveränere Leistung, während bei Heidenheim viele Fehlpässe ein geordnetes Aufbauspiel verhinderten. Überraschenderweise vergab der gerade eingewechselte Stefan Schimmer die Chance zum Ausgleich und schoss den Ball knapp am langen Eck vorbei (64.). Auf der anderen Seite verfehlte Danilo Doekhi nach einer Ecke das zweite Tor für Berlin (67.).

Zwei späte Tore

Heidenheim erhöhte nun die Anstrengungen für einen Ausgleichstreffer, aber die Profis konnten keine gefährlichen Chancen erzeugen, bis die in der 57. Minute eingewechselten Schimmer und Schöppner das Spiel mit ihren Toren drehten.

dpa