„Die Hauptverantwortung trägt die Bundeskanzlerin. Merkels Gesamtbilanz als Kanzlerin ist verdorben.“
Im Gespräch: Merkel und Spahn vor Rücktritt?

Der Spiegel formuliert es in seinem Leitartikel knallhart. Autor Dirk Kurbjuweit verlangt von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU), dass sie sofort zurücktreten sollen.
„Die Hauptverantwortung trägt die Bundeskanzlerin“, stellt der „Spiegel“-Autor fest. „Merkels Gesamtbilanz als Kanzlerin ist verdorben.“ Jedoch stünde Jens Spahn „noch schlechter da“. Denn: „Als Gesundheitsminister ist er für die Pleiten mitverantwortlich.“
Ein Rücktritt Merkels mitten in der Pandemie würde zu einer massiven Krise führen und wahrscheinlich das Ende dieser stabilen Regierung bedeuten. „Das machte die Lage nicht besser“, schreibt der „Spiegel“. „Für den Gesundheitsminister gilt dieser pragmatisch-politische Einwand hingegen nicht. Spahn gehört nicht mehr in dieses Amt“, stellen die Hanseaten knallhart fest.
Spahns Laufbahn als Gesundheitsminister ist nicht gerade von Erfolgen gekrönt. Vieles hätte schnell beschafft werden müssen. So fehlen Masken und Tests. An Impfstoff mangelt es ebenfalls in ausreichenden Mengen.
Jetzt platzt sogar dem „Spiegel“ der Kragen und er fordert „Es reicht, Herr Spahn!“ Das Hamburger Nachrichtenmagazin stellt fest: „Eigentlich wären zwei Rücktritte fällig“.
Die Krisenpolitik von Bund und Ländern sei längs zur „Farce“ verkommen, heißt es außerdem im Text. Bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch sei deutlich geworden, wie zerstritten die Länderchefs sind. Bayerns Landeschef Markus Söder (54, CSU) sei auf Finanzminister Scholz (62, SPD) losgegangen („brauchen nicht schlumpfig zu grinsen“).
Quellen: Spiegel, Bild








