Die Sparkasse KölnBonn hat aufgrund von EU-Sanktionen die Kontofunktionen für etwa 2.000 russische und belarussische Kunden eingeschränkt, während die grundlegende Teilnahme am Zahlungsverkehr erhalten blieb. Betroffen sind ausschließlich Kunden ohne Aufenthaltstitel in der EU oder der Schweiz.
Sparkasse Köln-Bonn schränkt Kontofunktionen für russische und belarussische Kunden ein

Die Sparkasse KölnBonn hat die Kontofunktionen für etwa 2.000 ihrer Kunden mit russischer und belarussischer Staatsangehörigkeit eingeschränkt. Diese Maßnahme wurde von einer Sprecherin der Bank bestätigt und basiert auf zwei EU-Verordnungen, die Teil des 19. Sanktionspakets gegen Russland und Belarus sind. Es wurde jedoch betont, dass keine vollständigen Kontosperrungen vorgenommen wurden.
Die Einschränkungen betreffen unter anderem die Deaktivierung von Debitkarten für Online-Transaktionen, die Sperrung des Online-Bankings sowie die Festlegung eines Kreditkartenlimits von 0 Euro. Dennoch bleibt die grundlegende Teilnahme am Zahlungsverkehr erhalten, sodass Überweisungen und Lastschriften am SB-Terminal sowie das Abheben und Einzahlen von Bargeld weiterhin möglich sind.
Betroffene Kunden und Nachweispflicht
Die Einschränkungen gelten ausschließlich für russische und belarussische Staatsbürger, die keinen Aufenthaltstitel in einem EU- oder EWR-Mitgliedstaat oder der Schweiz besitzen. Personen, die legal und dauerhaft in Deutschland leben, sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen.
Von den insgesamt rund 835.000 Kunden der Sparkasse KölnBonn waren zunächst etwa 4.000 Personen betroffen. Die Bank informierte die Betroffenen rechtzeitig schriftlich und forderte sie auf, entsprechende Nachweise, wie eine Kopie des Aufenthaltstitels, einzureichen. Rund 2.000 Kunden haben dieser Aufforderung fristgerecht nachgekommen, wodurch ihre Konten uneingeschränkt weiter genutzt werden können. Für die verbleibenden 2.000 Personen, deren Konten eingeschränkt wurden, besteht die Möglichkeit, den Nachweis per E-Mail nachzureichen.
Kritik an den Maßnahmen der Sparkasse
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie die Bundesbank und das Bundesfinanzministerium haben erklärt, dass den Banken in dieser Angelegenheit kein Handlungsspielraum bleibt. Eine Anfrage an die Kreissparkasse Köln, die vor allem Sparkassen im Kölner Umland betreibt, blieb bislang unbeantwortet. Der Artikel wird aktualisiert, sobald eine Stellungnahme vorliegt.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








