Das Baden im Rhein ist verboten und wird von den Behörden streng kontrolliert. In Köln wurden innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Verstöße registriert, was zu mehreren Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro führte.
Strenge Kontrollen im Rhein: Hohe Bußgelder für Badeverstoße

Das Baden im Rhein ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzlich untersagt. In Köln hat das Ordnungsamt in kurzer Zeit zahlreiche Verstöße gegen dieses Verbot festgestellt und entsprechende Strafen verhängt.
Hohe Bußgelder für Badeverstoße im Rhein
Wer beim Schwimmen im Rhein in Köln erwischt wird, muss mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro rechnen. Selbst das Stehen im Wasser bis zu den Knien kann bereits als Verstoß gewertet werden. Trotz der anhaltenden Hitzewelle ignorieren viele Bürgerinnen und Bürger diese Regelung. Bei einer Kontrolle am Mittwoch registrierte das Ordnungsamt mehrere Verstöße, was nun zu Bußgeldverfahren führt.
Kontrollen und Bürgerreaktionen
Am vergangenen Mittwoch musste das Ordnungsamt insgesamt 23 Mal eingreifen. Dabei wurden sieben Bußgelder verhängt und 16 Personen erhielten eine Verwarnung. Während eines Pressetermins mit der Feuerwehr, dem Ordnungsamt und der DLRG äußerten viele Bürger Unmut über die Kontrollen. Eine Anwohnerin beschwerte sich: „Nicht mal das gönnt ihr uns.“
Gefahren im Rhein und die Notwendigkeit des Verbots
Im vergangenen Jahr mussten Feuerwehr und DLRG mehr als 30 Personen aus dem Rhein retten, viele von ihnen wurden von der Strömung mitgerissen. Um die Sicherheit zu erhöhen, wurde bereits im letzten Herbst ein striktes Badeverbot erlassen, da die Warnschilder offenbar nicht ausreichten. Ein Feuerwehrsprecher betonte, dass das Betreten des Rheins nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die anderer gefährde.
Steigende Zahl der Bußgeldverfahren
Seit Jahresbeginn hat das Ordnungsamt bereits 31 Bußgeldverfahren eingeleitet. Neben diesen Verfahren gab es auch zahlreiche aufklärende Gespräche und Verwarnungen. Einige der Betroffenen sind Wiederholungstäter, die trotz der Warnungen weiterhin im Rhein baden. Erst in der vergangenen Woche ertranken drei Personen im Rhein-Herne-Kanal.
Erhebliche Kosten bei Badeunfällen
Mit den Bußgeldern vom Mittwoch erhöht sich die Zahl der laufenden Verfahren auf 38. Die Ordnungskräfte waren jedoch nicht den gesamten Tag über im Einsatz, um die Verstöße zu ahnden. Während der Sommermonate plant das Ordnungsamt, die Uferbereiche intensiver zu kontrollieren, um auf die Gefahren hinzuweisen und Badeunfälle zu vermeiden.
Wer in die Strömung des Rheins gerät, hat kaum eine Chance, sicher ans Ufer zurückzukehren. Sogwirkungen von Schiffen oder gefährliche Strudel können dazu führen, dass Personen unter Wasser gedrückt werden. Wer gerettet wird, muss nicht nur mit einem Bußgeld rechnen, sondern auch mit hohen Kosten für die Rettungsdienste, die im schlimmsten Fall in den fünfstelligen Euro-Bereich gehen können.
Quellen: t-online, WDR, Focus
Bildquelle: Echo Media Group / Tom Stübe








