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Stückel-Mörder: Lebenslänglich

Wenn man im Internet auf Partnersuche ist, hofft man das Glück zu finden. Doch dieses Date lief tödlich.

Foto: Depositphotos

Wenn man im Internet auf Partnersuche ist, hofft man das Glück zu finden. Doch dieses Date lief tödlich.

Ein 61-Jähriger ist wegen des Mordes an seiner Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die beiden hatten sich über das Internet kennengelernt. Das Landgericht Traunstein ist sich sicher, dass der Mann die 59-Jährige aus Gier tötete, um an ihr Geld zu gelangen. Der Mann stahl rund 60.000 Euro aus einem Tresor, nach dem er seine Freundin ermordet hatte. Die Richter folgten damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, verzichteten aber auf die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Anwalt plädierte auf Haft wegen Totschlags

Der Anwalt des Mörders hatte lediglich auf eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Totschlags plädiert. Das Pärchen lernte sich im Dezember 2019 über das Internet kennen. Laut Angeklagten war es Anfang 2020 beim Sex zum heftigen Streit gekommen, der spontan in dem Gewaltakt eskalierte. Anschließend zerstückelt er eiskalt die Leiche, beseitigte die Spuren seiner Tat und versteckte die Leichenteile im Wald.

Eine Freundin der Ermordeten machte sich Sorgen, weil sie die Frau nicht erreichte. Diese blieb spurlos verschwunden. Erst im März 2020 wurde der Mann festgenommen. Zu Beginn bestritt er, etwas mit dem Verschwinden der Frau zu tun zu haben. Einen Tag nach seiner Festnahme führte er die Polizei dann zum Versteck der Leiche.

Zum Prozessauftakt räumte er die Tat dann ein. Das Geld sei aber nicht ausschlaggebend gewesen, behauptete sein Anwalt. Wäre es dem Mörder um den Besitz gegangen, hätte er einbrechen können, argumentierte er. Schließlich habe sein Mandant gewusst, wann die Frau abwensend war – und er habe etwa 20 Jahre wegen Einbruchsdelikten im Gefängnis gesessen.

Quelle: RTL

nf24