Stuttgart gewinnt in Gladbach und bleibt im Rennen um die Champions League. Nach einer schwierigen ersten Hälfte wird der VfB in Halbzeit zwei klar überlegen. Tabakovic und Scally agieren unglücklich.
Stuttgart hat leichtes Spiel bei harmloser Borussia

Durch einen spät errungenen Sieg bei Lieblingsgegner Borussia Mönchengladbach bleibt der VfB Stuttgart gut im Rennen um die Teilnahme an der Champions League. Die seit fast zwei Monaten in der Fußball-Bundesliga ungeschlagenen Schwaben gewannen mit 3:0 (1:0) in Gladbach und feierten den 17. Sieg insgesamt am Niederrhein – so oft wie gegen keinen anderen Gegner. Jamie Leweling (30. Minute), ein Eigentor von Joe Scally (67.) und der eingewechselte Deniz Undav (74.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß, das erst in der zweiten Halbzeit souverän wurde.
Leweling hatte zuvor einen Handelfmeter gegen die zunächst engagierteren Borussen verursacht. VfB-Keeper Alexander Nübel parierte jedoch den Versuch von Gladbachs Torjäger Haris Tabakovic (12.). Mit nun zehn Punkten aus vier Bundesliga-Spielen im Januar gehen die Schwaben als Tabellenvierter in das Baden-Württemberg-Duell gegen den SC Freiburg am kommenden Sonntag.
Die Borussen sind seit drei Spielen sieglos und stagnieren als Elfter im Mittelfeld der Tabelle. Gegen Stuttgart waren sie anfangs besser im Spiel und aggressiver in den Zweikämpfen. Allerdings hatten sie Pech im letzten Angriffsdrittel. Besonders der Kopfball-Spezialist Tabakovic agierte diesmal unglücklich und zeigte mit dem Ball am Fuß deutliche Schwächen.
VfB vor der Pause glücklich und erst am Ende souverän
Die Führung für die Gäste kam überraschend. Leweling konnte die erste Chance nur nutzen, weil Borussias Defensive nicht aufmerksam genug war. Scally ließ den Ball unglücklich vor die Füße des VfB-Angreifers fallen und dieser bedankte sich auf seine Weise.
Die Mannschaftsleitung brachte den Gästen, die individuell deutlich stärker waren, mehr Sicherheit, während Gladbach vermehrt nach Angriffslösungen suchte. Obwohl die Borussia insgesamt besser spielte, wurden zur Halbzeitpause Pfiffe aus der Nordkurve laut. Für Gladbach wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Mit der Führung im Rücken wurde es für die qualitativ deutlich besser besetzten Stuttgarter nach der Pause einfacher. Das Spiel des VfB wurde souveräner und Hoeneß konnte von der Bank noch nachlegen. Chris Führich und Undav, die nach der 0:2-Niederlage in der Europa League bei der AS Rom aus der Startelf rotiert wurden, kamen aufs Feld und sorgten für noch mehr offensive Stärke und vor allem die Entscheidung.
Hoeneß sorgt mit Doppelwechsel für die Entscheidung
Es war auch Führich, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung eine Ecke vor das Tor trat, bei der Scally erneut zum Unglücksraben wurde. Der Ball prallte vom Rücken des US-Profis in die lange Ecke des Gladbacher Tores. Die Borussia wurde nun ständig von den Gästen in die eigene Hälfte gedrängt und schaffte es kaum noch, gefährlich vor das VfB-Tor zu kommen.
Bei einem der zahlreichen offensiven Ballgewinne zeigte Undav schließlich seine Stärke und erzielte das entscheidende 3:0. Daraufhin verließen viele Borussen-Fans das Stadion, das Spiel war endgültig entschieden.








