Die Einführung des neuen “Tankrabatts” sollte ursprünglich eine Erleichterung für die Autofahrer darstellen. Doch kaum war die Maßnahme in Kraft, stiegen die Preise für Kraftstoffe wieder an, was für Verwirrung sorgt.
Tankrabatt führt zu unerwartetem Anstieg der Kraftstoffpreise

Die Einführung des neuen “Tankrabatts” sollte ursprünglich eine Erleichterung für die Autofahrer darstellen. Doch kaum war die Maßnahme in Kraft, stiegen die Preise für Kraftstoffe wieder an, was für Verwirrung sorgt.
Nur wenige Tage nach der Wiedereinführung des “Tankrabatts” sind die Kraftstoffpreise höher als zu Beginn dieser Maßnahme. Am Sonntag betrug der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 2,137 Euro, was einem Anstieg von 2,3 Cent im Vergleich zum Start der Steuersenkung entspricht. Diesel war im Durchschnitt mit 2,253 Euro pro Liter ebenfalls teurer, was einen Anstieg von 0,9 Cent darstellt, wie der ADAC feststellt.
Seit Anfang Oktober gilt für Benzin und Diesel ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Allerdings sind Tankstellen nicht verpflichtet, diese Reduzierung auch an die Verbraucher weiterzugeben. Bereits beim ersten “Tankrabatt” in den Monaten Mai und Juni gab es Diskussionen darüber, inwieweit die Steuersenkung den Autofahrern zugutekam.
Das Bundeskartellamt stellte fest, dass die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe größtenteils an die Kunden weitergegeben wurde. Zudem sei die Häufigkeit von Preisänderungen an den Tankstellen signifikant zurückgegangen.
Der ADAC berichtete, dass die Energiesteuersenkung zwar zu einem spürbaren Rückgang der Kraftstoffpreise geführt habe, jedoch die Entlastung mittlerweile wieder abnehme. Der Autoklub bemängelt, dass für den Anstieg des Super E10-Preises derzeit keine klare Erklärung vorliege, da sich sowohl die Ölpreise als auch der Euro-Dollar-Wechselkurs nur unwesentlich verändert hätten. Der ADAC hebt hervor, dass die erneuten Preiserhöhungen aus Sicht der Verbraucher schwer nachzuvollziehen sind.
Der Branchenverband en2x betonte, dass die Tankstellengesellschaften, die dort organisiert sind, die Steuersenkung sofort weitergegeben hätten. Allerdings kamen Verbraucherschützer und Wirtschaftsforscher bei früheren “Tankrabatten” zu anderen Ergebnissen bezüglich der Gesamtheit der Tankstellen.
Ein weiteres wichtiges Thema sind die Preisanpassungen der Mineralölkonzerne. Laut ADAC haben diese zur Mittagszeit die Preise angehoben, obwohl sie um 12 Uhr die Möglichkeit zur Preisanpassung hatten. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um deutliche Aufschläge vorzunehmen. Im Vergleich zum Vortag lagen die Preise jedoch niedriger. Verbraucher zahlten um 12:15 Uhr je nach Kraftstoffart zwischen 14 und 15 Cent pro Liter weniger als am Mittwoch.
Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Preise für Super E10 zwischen 11:45 und 12:15 Uhr von 2,052 auf 2,253 Euro. Bei Diesel erhöhte sich der Preis von 2,197 auf 2,393 Euro. Am Morgen und Vormittag war die Sorte E10 vielerorts noch für weniger als zwei Euro erhältlich, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gab. In Städten wie München, Stuttgart oder Leipzig wurden zahlreiche Angebote unter zwei Euro registriert, während in Berlin und anderen Städten weniger solche Angebote zu finden waren.
Der ADAC weist darauf hin, dass trotz eines geringfügig sinkenden Ölpreises die Senkung der Energiesteuer weitgehend an die Verbraucher weitergegeben wird.
Quellen: tagesschau, Die Zeit
Bildquelle: Bildquelle: Ali Mkumbwa auf Unsplash
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