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„Tatort“ vs. Fußball-WM: Wie geht es mit dem Sonntagskrimi weiter?

Die Fußball-Weltmeisterschaft kollidiert auch dieses Mal mit dem Sonntagskrimi-Sendeplatz. Der Sender hat sich für einen Mix aus Erstausstrahlungen und Wiederholungen entschieden. Das ist der konkrete „Tatort“-Fahrplan.

"Tatort: Erkläre Chimäre": Ein Traumpaar? Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, r.) und Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) haben sich für den reichen Erbonkel des Professors in Schale geworfen.
Foto: WDR / Martin Valentin Menke

Bisher wurden die Fußballweltmeisterschaften immer im Sommer ausgetragen und die Verantwortlichen bei der ARD zogen die Sonntagskrimi-Sommerpause einfach etwas nach vorne, sodass während der WM-Phasen keine „Tatort“- oder „Polizeiruf“-Erstausstrahlungen mit den Fußballspielausstrahlungen kollidierten. Bei der Winter-WM, die von 20. November bis 18. Dezember in Katar am Persischen Golf ausgetragen wird, ist das anders.

Es werde keine „Tatort“-Winterpause geben, sagte die Pressesprecherin des Senders der Nachrichtenagentur spot on news bereits im Juli. „Lediglich an ein paar wenigen Sonntagen sind aufgrund von Fußballübertragungen Wiederholungen in Planung“, hieß es damals weiter. Wenige Tage vor dem Beginn der WM steht der konkrete „Tatort“-Fahrplan längst fest. Das bekommen die Zuschauerinnen und Zuschauer sonntags ab 20:15 Uhr im Ersten zu sehen:

Mix aus Erstausstrahlungen und Wiederholungen

20. November: „Tatort: Katz und Maus“

Los geht es am 20. November mit der Erstausstrahlung des Dresden-Krimis „Tatort: Katz und Maus“: Die Reporterin Brigitte Burkhard (Elisabeth Baulitz, 49) wird in Dresden auf offener Straße verschleppt. Ihr Entführer, der sein Gesicht hinter einer Maske versteckt, wendet sich mit einer Videobotschaft an die Polizei. Die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski, 40), Leonie Winkler (Cornelia Gröschel, 34) und ihr Chef Peter Michael Schnabel (Martin Brambach, 55) werden mit der Behauptung konfrontiert, 150 in Sachsen entführte Kinder würden in einem Dresdner Keller gefangen gehalten. Werden sie nicht innerhalb von 24 Stunden befreit, muss Brigitte Burkhard sterben. Fieberhaft sucht die Polizei nach dem angeblichen Kinderversteck…

27. November: „Tatort: Erkläre Chimäre“ und „Tatort: Du allein“

Dann folgen zwei Sonntage mit Wiederholungen, als Zuckerl zeigt der Sender sogar jeweils zwei Krimis am Stück. Am 27. November wird der Münster-Krimi „Tatort: Erkläre Chimäre“ aus dem Jahr 2015 auf dem gewohnten Sendeplatz wiederholt. Im Anschluss daran läuft ab 21:45 Uhr der Stuttgart-Krimi „Tatort: Du allein“ (2020).

4. Dezember: „Tatort: Freddy tanzt“ und „Tatort: Die Zeit ist gekommen“

Am 4. Dezember wird um 20:15 Uhr der Köln-Krimi „Tatort: Freddy tanzt“ (2015) wiederholt und danach ab 21:45 Uhr der „Tatort: Die Zeit ist gekommen“ (2020) mit den Ermittlern aus Dresden.

11. Dezember: „Polizeiruf 110: Am Abgrund“

Der darauffolge Sonntag hält dann wieder eine Erstausstrahlung bereit – und einen Abschied. Mit dem „Polizeiruf 110: Am Abgrund“ aus Brandenburg verabschiedet sich am 11. Dezember der deutsch-polnische Ermittler Adam Raczek (Lucas Gregorowicz,46) als Kriminalhauptkommissar: Die polnische Geologin Magdalena Nowak wird tot in einem Waldstück in der Nähe des Dorfes Fehlow am Rande eines ehemaligen Braunkohlegebiets gefunden. Sie arbeitete an einem Bodengutachten zur Renaturierung des ehemaligen Abbaugebiets, das touristisch erschlossen werden soll. Als bei einer Rutschung unweit des ersten Tatorts eine weitere Leiche auftaucht, müssen Kommissar Raczek und Kriminalkommissaranwärter Vincent Ross (André Kaczmarczyk, 36) herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen den zeitlich weit auseinanderliegenden Taten besteht…

18. Dezember: „Tatort: Das Opfer“

Und am Finaltag der WM, dem 18. Dezember, läuft um 20:15 Uhr im Ersten der Krimi „Tatort: Das Opfer“. Der neue Fall aus Berlin markiert den ersten Solo-Fall von Kommissar Robert Karow (Mark Waschke, 50), seit dem Filmtod von Kollegin Nina Rubin (Meret Becker, 53) in der Episode „Tatort: Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht“ (Mai 2022): Ein Mann wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Kommissar Karow ist zwar nicht zuständig, kennt den toten Maik Balthasar (Andreas Pietschmann) aber aus Jugendzeiten. Maik war als verdeckter Ermittler tätig und arbeitete für Mesut Günes (Sahin Eryilmaz), einen kriminellen Berliner Nachtclubbesitzer. Trotz seinen Fingerabdrücken auf der Tatwaffe bestreitet er den Mord. Um herauszufinden, was wirklich geschehen ist, nimmt Karow Urlaub, zieht undercover in Maiks Wohnung und wandelt auf seinen Spuren…

Wie geht es nach der WM weiter?

Nach der Fußballweltmeisterschaft steht bis zum Jahreswechsel noch am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.) der „Tatort: Mord unter Misteln“ aus München an und am Neujahrstag (1.1.) Der Krimi „Tatort: Schutzmaßnahmen“ aus Köln.

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