Sie wird nicht schwanger, da beauftragt eine Familie einen Wunderheiler. Der islamische Religionsgelehrte (Hodscha) soll den vermeintlichen „Teufel“ aus der Frau vertreiben. Ihr Ehemann und seine Eltern zwingen die Frau, eine Woche große Mengen Salzwasser zu trinken. Sie starb daran.
Teufelsaustreibung in Berlin: Frau (22) wird gezwungen, Unmengen Salzwasser zu trinken und stirbt

Sie wird nicht schwanger, da beauftragt eine Familie einen Wunderheiler. Der islamische Religionsgelehrte (Hodscha) soll den vermeintlichen „Teufel“ aus der Frau vertreiben. Ihr Ehemann und seine Eltern zwingen die Frau, eine Woche große Mengen Salzwasser zu trinken. Sie starb daran. Vier Angeklagte stehen vor Gericht.
Eine Woche lang musste Nesma M. (22) Salzwasser trinken. So sollte ihr der „Teufel“ ausgetrieben werden. Der Hodscha behauptete, „Böse Geister“ hätten von ihr Besitz ergriffen und wären schuld an der Kinderlosigkeit. Wären die Geister vertrieben, könnte sie angeblich schwanger werden. Der Geistliche suchte die Schuld der Kinderlosigkeit nicht beim Eheman Wajid H. (35).
„Die mitangeklagte Eltern, Widad A. (57) und Mohamad H. (58) sollen dem Rat des islamischen Gelehrten laut Ermittlern gefolgt sein und eine Woche lang täglich anderthalb Liter einer hoch konzentrierten Salzlösung der jungen Frau eingeflößt haben“, schreibt der „RBB“.
Tödliche Vergiftung
Völlig entkräftet starb Nesma völlig entkräftet. Erst nach fünf Jahren beginnt der Prozess vor dem Landgericht Berlin. Vater und Mutter der mutmaßlich Getöteten treten als Nebenkläger im Prozess auf.
Das tödliche Ritual begann am Montag, dem 30. Noveber 2015. Die Frau willigte mit Zögern in die Behandlung ein. Die beiden hatten zuvor spezialisierte Kinderwunschärzte in Berlin konsultiert und erfahren, dass es keinen organischen Grund für ihre Kinderlosigkeit gäbe.
Ärzte wurden während der „Behandlung“ nicht kontaktiert, obwohl es ihr schnell schlechter ging. „Am 7. Dezember war M. nach Einnahme einer Portion Wasser, die mit einer tödlichen Dosis Salz von mindestens 64 Gramm versetzt worden war, zusammengebrochen und kurz darauf verstorben“, berichtet der „RBB“.
Das Opfer hat Abitur gemacht und Deutschkurse besucht, um sich schnell zu integrieren. Sie wollte an der Technischen Universität studieren. Sie kam im Rahmen der Familienzuführung nach Deutschland.
Hodscha Salafist?
Der Hodscha Mazen K. (49) soll nach den Ermittlungen der Polizei islamisch traditionell und religiös leben. Er soll in einer der drei Berliner Moscheen verkehren, die von Salafisten besonders gern besucht werden.








