Der 1. FC Köln hat sich von Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt, nachdem die Mannschaft in den letzten sieben Spielen keinen Sieg erringen konnte. Co-Trainer René Wagner übernimmt vorerst die Leitung des Teams.
Trainerwechsel beim 1. FC Köln: Kwasniok wird abgelöst

Der 1. FC Köln hat sich von seinem Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt. Diese Entscheidung wurde getroffen, um auf die sportlichen Schwierigkeiten der letzten Monate zu reagieren. Nach einem vielversprechenden Saisonstart konnte Kwasniok mit seiner Mannschaft lediglich zwei Siege aus 18 Spielen erzielen. In den letzten sieben Begegnungen blieb das Team ohne Erfolg. Das Unentschieden von 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach war letztlich nicht ausreichend, um Kwasnioks Position zu sichern.
Am Sonntag, dem 22. März 2026, kam Kwasniok gut gelaunt um 10:48 Uhr am Geißbockheim an, verließ das Vereinsgelände jedoch nur 20 Minuten später. Eine umfassende Analyse der sportlichen Lage fand ohne ihn statt. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, der Vorstand und der Gemeinsame Ausschuss kamen am Nachmittag zu dem Schluss, dass ein neuer Impuls notwendig sei, um den Klassenerhalt zu sichern. Co-Trainer René Wagner übernimmt vorübergehend die Verantwortung für die Mannschaft.
Das für Sonntag geplante Training wurde nach dem Derby abgesagt. Der FC erklärte, dass Kwasniok diese Entscheidung unabhängig von seiner eigenen Zukunft getroffen habe. Dennoch wird der freie Tag für die Spieler zu einem arbeitsreichen Tag für die Vereinsführung. Kessler kündigte an, die sportliche Situation zu analysieren und Gespräche mit Kwasniok sowie den Vorstandsmitgliedern und anderen Gremienchefs zu führen. Eine Entscheidung über Kwasnioks Zukunft sollte noch am Sonntag fallen.
Der Trainer hatte zuvor den dringend benötigten Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach verpasst. Nach einem Spielverlauf mit zweimaligem Rückstand und zwischenzeitlicher Führung endete die Partie mit einem 3:3-Unentschieden. Für Kwasniok war dieses Ergebnis wahrscheinlich nicht ausreichend, um seinen Job zu behalten. Kessler vermied nach dem Spiel ein klares Bekenntnis zu Kwasniok und äußerte, dass die Erwartungen klar auf drei Punkte gerichtet waren. Kwasniok hingegen betonte, dass er nach wie vor die Rückendeckung der Verantwortlichen spüre.
In der Pressekonferenz kämpfte Kwasniok um seinen Job und erklärte, dass er der richtige Mann für die Aufgabe sei. Eine Entscheidung über die Trainerfrage wurde für den Sonntag erwartet. Am Freitag hatten die Ultras des 1. FC Köln die Mannschaft auf das Derby eingeschworen. Ein großes Banner mit der Botschaft „Den Feind schlagen – die Klasse halten“ wurde während des Abschlusstrainings präsentiert. Der FC hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert, und die angeschlagenen Spieler Said El Mala und Jakub Kaminski konnten am Donnerstag wieder ins Training einsteigen.
Trainer Kwasniok äußerte, dass die beiden Spieler, die zuvor gefehlt hatten, wieder einsatzbereit seien, es sei denn, es passiere etwas Unvorhergesehenes. Auch Florian Kainz, der nach einem Fußschlag angeschlagen war, konnte wieder am Training teilnehmen. Die bereits zuvor ins Training zurückgekehrten Denis Huseinbasic und Jan Thielmann wurden ebenfalls als Optionen für den Kader genannt.
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