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Trotz 0:2 gegen Inter: BVB spielt in den Playoffs

Borussia Dortmund und Inter Mailand liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Die Entscheidung fällt per Standardsituation. Nun richtet sich der Blick in die Schweiz.

Zweikämpfe prägten das Geschehen.
Foto: Bernd Thissen/dpa

Borussia Dortmund hat trotz einer Niederlage gegen Inter Mailand die Playoffs um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League erreicht. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac unterlag dem Tabellenführer der italienischen Serie A mit 0:2 (0:0). Damit bleibt der BVB zwar im Wettbewerb, verspielte jedoch eine bessere Ausgangsposition für die Entscheidungspartien.

Da Borussia aus den Top-16 gefallen ist, muss Westfalen ihr Playoff-Rückspiel auswärts bestreiten. Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion stand der BVB hinten lange sicher, blieb aber vorne harmlos. Federico Dimarco erzielte in der 81. Minute die Führung für Inter, Andy Diouf (90.+4) erhöhte in der Nachspielzeit. Die Playoffs werden am Freitag um 12.00 Uhr im Schweizerischen Nyon ausgelost.

Guirassy nutzt große Chance nicht

Aufgrund eines Infekts fiel neben Niklas Süle auch Waldemar Anton kurzfristig in der BVB-Abwehr aus, wodurch der 20-jährige Filippo Mane sein Champions-League-Debüt in der Dreierkette gab. Kovac hatte zudem nur vier fitte Feldspieler für Einwechslungen zur Verfügung, da der Kader ausgedünnt war.

Seine elf Startspieler begannen die Partie gut. Nach einem abgewehrten Eckball, der zu kurz geraten war, ergab sich eine große Chance für Serhou Guirassy, um in Führung zu gehen. Der Torjäger hatte den Ball acht Meter vor dem Tor vor sich liegen. Trotz völliger Freistellung traf Guirassy das Spielgerät jedoch nicht optimal.

Dem Spiel fehlt Tempo

Auf der anderen Seite hatte der Inter-Verteidiger Yann Aurel Bisseck, der im letzten Jahr sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gab, eine Doppelchance. Zuerst wurde sein Schuss geblockt, dann verfehlte er knapp das Tor.

Eine ausgeglichene und von Zweikämpfen geprägte Partie entfaltete sich. Beide Teams zeigten eine starke Abwehr. Sowohl Dortmund als auch Inter mangelte es in der Offensive an Präzision und Tempo. Beim Umschalten war der BVB mehrmals zu langsam und verzögerte das Spiel.

Guirassy bleibt harmlos

Nach der Halbzeit änderte Borussia die Strategie. Dortmund übte nun zumindest zeitweise früheren Druck auf die Gäste aus und erzielte einige hohe Ballgewinne. Allerdings verhinderten ungenaue Pässe und technische Fehler, dass daraus große Torchancen entstanden.

Etwa 20 Minuten vor Schluss wechselte Kovac den Nationalspieler Karim Adeyemi für den unglücklich spielenden Guirassy ein. Der 24-Jährige bekam den Ball nach einem Pass von Fábio Silva etwas zu weit vorgelegt und schaffte es dann nicht mehr, ihn am ehemaligen Bayern-Torwart Yann Sommer vorbeizubringen. Auf der anderen Seite entschied Inter das Spiel mit einem Standard. Kapitän Dimarco traf beeindruckend per Freistoß. In der späten Nachspielzeit machte Diouf nach einem Solo alles klar.

dpa