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Türkei startet Offshore-Gasförderung und plant Dieselimporte aus umstrittenem Abkommen

Am Samstag hat die Türkei ihre erste schwimmende Förderplattform, die “Osman Gazi”, ins Schwarze Meer entsendet. Diese Aktion ist Teil der Bestrebungen des Landes, von einem umstrittenen Diesel-Abkommen zwischen den USA und Russland zu profitieren.

Ankara will Moskaus Kraftstoff: Türkei greift bei Trumps Diesel-Deal mit Russland zu
Bildquelle: Studio Pizza auf Unsplash

Am Samstag hat die Türkei ihre erste schwimmende Förderplattform, die “Osman Gazi”, ins Schwarze Meer entsendet. Diese Aktion ist Teil der Bestrebungen des Landes, von einem umstrittenen Diesel-Abkommen zwischen den USA und Russland zu profitieren. Energieminister Alparslan Bayraktar erklärte, dass die Türkei plant, einen Teil des im Rahmen dieses Abkommens bereitgestellten Diesels zu importieren. Er unterstrich die Bedeutung des Deals für die Energiesicherheit der Türkei und gab an, dass die laufenden Verhandlungen den Dieselimport ermöglichen sollen.

Die Reaktionen auf dieses Abkommen fallen unterschiedlich aus. Während es in der Ukraine und in europäischen politischen Kreisen auf heftige Kritik stößt, sieht die Türkei darin eine Gelegenheit zur Diversifizierung ihrer Energieversorgung. Bayraktar ließ jedoch spezifische Details zu den geplanten Importen offen, was Spekulationen Tür und Tor öffnet.

Im Hinblick auf die heimische Energieproduktion kündigte Bayraktar an, dass die Türkei ihre Gasförderung erheblich steigern möchte. Im ersten Quartal 2028 soll eine zweite schwimmende Gasförderplattform operativ sein, was die tägliche Fördermenge im Schwarzen Meer auf 45 Millionen Kubikmeter anheben könnte. Dies würde es ermöglichen, dass in drei von vier türkischen Haushalten eigenes Gas verwendet werden kann.

Die “Osman Gazi” wird dazu beitragen, die tägliche Gasproduktion aus dem größten inländischen Gasfeld, Sakarya, von derzeit 9,5 Millionen auf 20 Millionen Kubikmeter mehr als zu verdoppeln. Damit würde die Türkei als einer der größten Gasmärkte in Europa weniger abhängig von Importen. Im vergangenen Jahr betrug der Gasverbrauch des Landes 59 Milliarden Kubikmeter, während die inländische Produktion lediglich 3,1 Milliarden Kubikmeter ausmachte.

Zusätzlich wies Bayraktar darauf hin, dass geplante Kohlenwasserstoff-Explorationen vor der Küste Pakistans um etwa sechs Monate verschoben werden mussten, bedingt durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie sehr die Türkei bestrebt ist, ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen und gleichzeitig auf internationale geopolitische Veränderungen zu reagieren.


Quellen: n-tv, Handelsblatt

Bildquelle: Bildquelle: Studio Pizza auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS