Die Uniklinik Köln startet am 1. April ein Lungenkrebs-Screening für Menschen im Alter von 50 bis 75 Jahren mit hohem Risiko, das von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomographie, um Krebs frühzeitig zu erkennen und die Überlebe…
Uniklinik Köln führt neues Screening zur Früherkennung von Lungenkrebs ein

Die Uniklinik Köln hat ein neues Screening-Programm zur frühzeitigen Erkennung von Lungenkrebs ins Leben gerufen, das ab dem 1. April verfügbar ist. Die Kosten für diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ziel ist es, die Diagnose von Lungenkrebs in einem frühen Stadium zu ermöglichen, da viele Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium behandelt werden, in dem oft nur noch palliative Maßnahmen möglich sind.
Zielgruppe des neuen Screening-Programms
Das Screening richtet sich an Personen im Alter von 50 bis 75 Jahren, die ein hohes Risiko für Lungenkrebs aufweisen. Dazu zählen Menschen, die mindestens 25 Jahre lang geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre aufweisen. Ein Packungsjahr wird definiert als der Konsum einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr. Die Teilnahme an der Untersuchung ist nur möglich, wenn ein Arzt die Eignung bestätigt.
Untersuchungsmethode und deren Vorteile
Die Untersuchung erfolgt mittels einer Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT). Diese Methode erfordert kein Kontrastmittel und die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten. Zudem ist die Strahlenbelastung vergleichsweise gering. Die Technik gilt als besonders präzise, um kleine Veränderungen in der Lunge frühzeitig zu erkennen, was entscheidend für die Behandlungsoptionen ist.
Umfassendes Netzwerk zur Befundung
Die Uniklinik hebt hervor, dass das Screening nicht nur die Untersuchung umfasst, sondern auch ein Netzwerk aus verschiedenen Fachbereichen wie Radiologie, Thoraxchirurgie und Onkologie beinhaltet. Auffällige Befunde sollen schnell und strukturiert abgeklärt werden, um eine zügige Behandlung zu gewährleisten.
Herausforderungen und Chancen des Screenings
Die Einführung des Screenings ist das Ergebnis internationaler Studien, die belegen, dass solche Programme die Sterblichkeit in Risikogruppen signifikant senken können, sofern sie ordnungsgemäß umgesetzt werden. Eine Herausforderung besteht jedoch darin, dass zu viele Untersuchungen auch zu Überdiagnosen führen können. Um dies zu vermeiden, setzt die Uniklinik auf standardisierte Verfahren und eine doppelte Befundung, um die Anzahl der Fehlalarme zu minimieren.
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