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Ursprung und Lebensweise der Halsbandsittiche in Köln

Halsbandsittiche, ursprünglich aus Afrika und Asien, sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Kölner Stadtbildes. Ihre Herkunft und Anpassungsfähigkeit in der Stadt werden thematisiert.

Halsbandsittiche in Köln: Woher kommen die grünen Papageien?
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In Köln sind die leuchtend grünen Halsbandsittiche mittlerweile ein vertrauter Anblick. Diese auffälligen Papageien haben sich in der Stadt etabliert und ziehen die Aufmerksamkeit von Einheimischen und Touristen gleichermaßen auf sich. Besonders in den Sommermonaten vermitteln sie mit ihrem Gesang und ihrem Verhalten den Eindruck eines exotischen Lebensraums.

Was sind Halsbandsittiche?

Der Halsbandsittich gehört zur Familie der Papageien und ist vor allem in den Regionen Afrikas südlich der Sahara sowie in Teilen Asiens, wie Pakistan und Indien, verbreitet. Diese Art gilt als die am weitesten verbreitete unter den Papageien. Halsbandsittiche erreichen eine Größe von 37 bis 43 Zentimetern und sind damit kleiner als ihre Verwandten, die Alexandersittiche. Ihr auffälliges, giftgrünes Gefieder und der rote Schnabel sind charakteristisch. Zudem besitzen sie eine schwarze Linie unterhalb des Halses und eine rosafarbene Linie am Nacken, was ihnen ihren Namen verleiht. Männliche Vögel unterscheiden sich durch eine zusätzliche bläuliche Färbung von den Weibchen.

Lebensweise der Halsbandsittiche

Diese Papageien sind bekannt für ihre lauten und schrillen Rufe. Ihre Ernährung variiert je nach Lebensraum und umfasst Früchte, Samen, Blüten, Nektar, Nüsse, Datteln und Sonnenblumenkerne. Im Gegensatz zu Tauben brüten Halsbandsittiche nur einmal jährlich, wobei das Weibchen in der Regel vier Eier legt. Sie sind agile Vögel, die Geschwindigkeiten von bis zu 43 km/h erreichen können. Es sind vier Unterarten bekannt, und die Vögel haben sich als wilde Art auch in städtischen Gebieten, wie Köln, angesiedelt. Besonders an der Rheinpromenade und im Stadtgarten sind sie häufig anzutreffen.

Einwanderung nach Köln

Die genauen Umstände, unter denen die Halsbandsittiche nach Köln gelangten, sind unklar. Erste Sichtungen in der Stadt wurden in den 1960er Jahren dokumentiert. Ein möglicher Grund für ihre erfolgreiche Ansiedlung könnte die Verfügbarkeit von Futter in Form von privat aufgehängten Vogelhäuschen sein. Auch im Winter sind die Vögel aktiv und sichtbar.

Herausforderungen durch die Halsbandsittiche

Obwohl sich die Halsbandsittiche nicht so schnell vermehren wie Tauben, gibt es in Köln bereits mehrere Tausend Exemplare. Ihre Schlafplätze verursachen Lärm und Verschmutzungen durch Kot, was für Anwohner problematisch sein kann. Gelegentlich plündern sie auch Obstbäume. Im Jahr 2022 kündigte die Stadt Köln im Rahmen der Sanierung der Rheinuferpromenade ein Konzept zur Reinigung an, um die durch die Vögel verursachten Verschmutzungen zu minimieren. Hierbei sollen gebundene Pflasterfugen eingesetzt werden, um die Reinigung zu erleichtern.


Quellen: t-online

Bildquelle: depositphotos

Ronny Winkler