In hitziger Atmosphäre bei Olympiakos Piräus verliert Bayer Leverkusen mit 0:2. Die Werkself bleibt damit in diesem Jahr weiter sieglos. Nun droht das Aus in der Champions League.
Verkorkster Jahresstart: Bayer patzt auch in Piräus

Der Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat seinen schlechten Jahresstart auch in der Champions League fortgesetzt. Beim griechischen Meister Olympiakos Piräus verlor die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand mit 0:2 (0:2) und setzt damit den schwächsten Jahresstart seit 2004 nach den letzten beiden Liga-Niederlagen fort. Leverkusen ist damit noch nicht sicher für die K.o.-Runde qualifiziert.
Etwa 33.000 Fans im Georgios Karaiskakis Stadion sahen Costinha (2. Minute) und Mehdi Taremi (45.+1) für die Gastgeber treffen. Die Werkself bleibt damit bei neun Punkten und muss im letzten Spiel gegen Villareal am kommenden Mittwoch gewinnen. Im vergangenen Jahr waren mindestens elf Punkte für einen Platz unter den ersten 24 und die Teilnahme an den Playoffs erforderlich.
Fehlstart für die Werkself
Neben dem Startelfdebüt von Janis Blaswich nach der Verletzung von Stammkeeper Mark Flekken reagierte Hjulmand auf den Ausfall von Nathan Tella, indem Lucas Vázquez auf der rechten Seite der Viererkette im Mittelfeld begann. «Die Champions League ist ein anderer Wettbewerb und eine gute Möglichkeit, ein gutes Spiel zu machen. Wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir ein Ziel für diese Saison erreicht», sagte der Trainer vor der Partie.
Bayer hatte jedoch einen sehr schlechten Start. Schon nach weniger als zwei Minuten brachte Costinha Piräus mit einem kraftvollen Kopfball nach einer Ecke unbedrängt in Führung. Die Werkself versuchte unter ohrenbetäubendem Lärm schnell zu reagieren, aber Loic Badé scheiterte im Fallen mit einem schwachen Schuss an Konstantinos Tzolakis (11.), Vázquez‘ Abschluss aus spitzem Winkel wurde vom Torhüter mit der Schulter pariert (16.).
Chancenplus und eiskaltes Kontertor
Während der Gegner weiterhin mit extrem hohem Druck spielte, gelang es Leverkusen immer wieder, sich durch die wenigen Lücken nach vorne zu kombinieren. Trotz einer Vielzahl von Chancen scheiterte die Mannschaft immer wieder auch an Torhüter Tzolakis. Eine große Möglichkeit vergab Vázquez (43.) völlig freistehend über das Tor. Und dann bestraften die Gastgeber die vergebenen Chancen kurz vor der Pause mit einem eiskalten Konter: Taremi entwischte der Bayer-Defensive und erzielte das 2:0.
Nach der Halbzeit sahen die 1.400 mitgereisten Fans von Bayer einen engagierten Neustart ihres Teams. Allerdings war es erneut Tzolakis, der einen Schuss von Ibrahim Maza aus spitzem Winkel (47.) mit einer Fußabwehr parierte. Die Griechen kämpften sich jedoch zurück, beruhigten das Spiel durch mehr Ballbesitz und profitierten weiterhin von der Unterstützung ihrer Fans, die förmlich in einen Rausch sangen.
Die Offensivbemühungen von Leverkusen wurden fortwährend von einer kompakten Defensive vereitelt. Patrik Schick, der eingewechselt wurde, hatte nach einem Traumpass von Aleix Garcia auf Arthur die beste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit, doch Tzolakis machte sich groß und vereitelte auch diesen Versuch (81.). Piräus hielt die Abwehr bis zum Schluss stabil und brachte den Sieg ohne größere eigene Offensivaktionen in der zweiten Halbzeit über die Zeit.








