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Vorwürfe gegen Kölner Modemarke Armedangels durch ehemalige Mitarbeiter

Ehemalige Mitarbeiter der Kölner Modemarke Armedangels erheben Vorwürfe über hohen Arbeitsdruck, herablassendes Verhalten von Führungskräften und rücksichtslos empfundene Kündigungen. Die Vorwürfe basieren auf Recherchen des „Spiegel“ und umfassen auch belastende Arbeitsbedingungen während der En…

Armedangels in Köln: Ex-Mitarbeiter erheben Vorwürfe gegen Mode-Marke
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Vorwürfe gegen Kölner Modemarke Armedangels durch ehemalige Mitarbeiter

Die Kölner Modemarke Armedangels, bekannt für ihre nachhaltige Mode, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Recherchen eines Magazins haben ergeben, dass frühere Angestellte von hohem Arbeitsdruck, unangemessenem Verhalten seitens der Führungskräfte und rücksichtslosen Kündigungen berichten. Diese Informationen basieren auf Gesprächen mit 16 ehemaligen Mitarbeitern sowie auf internen Dokumenten, E-Mails und Gerichtsunterlagen.

Ein zentraler Punkt der Vorwürfe betrifft die Entwicklung der „Detox Denim“, einer nachhaltig produzierten Jeans, die für das Unternehmen zu einem wichtigen Produkt geworden ist. Eine frühere Designerin äußerte, dass sie unter den Arbeitsbedingungen stark gelitten habe und auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten, einschließlich abends und am Wochenende, gearbeitet habe. Dies führte dazu, dass sie wochenlang krank war.

Kündigungen und rechtliche Auseinandersetzungen

Zusätzliche Berichte von ehemaligen Beschäftigten thematisieren belastende Konflikte, unrealistische Erwartungen und Kündigungen, die teilweise vor Gericht angefochten wurden. Ein Fall betraf eine frühere Mitarbeiterin, die während ihrer Anstellung an Krebs erkrankte und gegen ihre Kündigung klagte. Das Arbeitsgericht in Köln bestätigte, dass ein entsprechendes Kündigungsschutzverfahren stattfand.

Unternehmensreaktion auf die Vorwürfe

Armedangels hat Teile der Kritik zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, dass von den Angestellten keine Arbeit während des Urlaubs, während einer Krankschreibung oder außerhalb der vereinbarten Arbeitszeiten verlangt werde. Es sei jedoch bekannt, dass einige Führungskräfte in der Vergangenheit anders gehandelt hätten, was zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen geführt habe.

Kritik am Wachstum und den Unternehmenswerten

Der Gründer und CEO Martin Höfeler äußerte, dass er hohe Ansprüche an die Produkte, sich selbst und sein Team habe. Sollte er in der Vergangenheit nicht die richtige Balance gefunden haben, bedauere er dies. Es sei nie seine Absicht gewesen, Mitarbeiter zu überfordern oder unnötigen Druck auszuüben. Ehemalige Mitarbeiter kritisieren zudem, dass der Wachstumskurs des Unternehmens dazu geführt habe, dass sich Armedangels von seinen eigenen Werten entfernt habe.

Das Unternehmen betont jedoch, dass Nachhaltigkeit nach wie vor im Mittelpunkt stehe. Wichtiger als Umsatzziele oder die Anzahl der Produkte seien die Materialauswahl, die Lieferketten, die Mengenplanung und die Transparenz. Der einzige Store von Armedangels befindet sich auf der Kölner Ehrenstraße, wo am 23. Mai das einjährige Bestehen gefeiert wurde.


Quellen: t-online

Bildquelle: depositphotos

Ronny Winkler