Volkswagen führt in China einen umfassenden Umbau durch, um kostengünstige Elektrofahrzeuge zu produzieren. Das Unternehmen plant, neue Modelle und innovative Produktionsmethoden zu entwickeln, während interne Unzufriedenheit und Automatisierung Herausforderungen darstellen.
VW transformiert sich in China: Ein Blick auf unkonventionelle Strategien

Volkswagen steht vor der Herausforderung, sich grundlegend neu aufzustellen. Erste Zeichen dieser Transformation sind bereits in China sichtbar, wo das Unternehmen kostengünstige Elektrofahrzeuge anbietet. Dies wirft die Frage auf, ob dieses erfolgreiche Konzept auch auf den deutschen Markt übertragbar sein könnte.
Neues Fahrzeug und Preismodell
Auf dem chinesischen Markt hat Volkswagen den ID.Era 5 S eingeführt, einen Plug-in-Hybrid, der mit einem fortschrittlichen Fahrassistenzsystem ausgestattet ist. Der Preis für diese Limousine, die in etwa die Dimensionen des VW Passat hat, liegt bei rund 12.000 Euro. Damit ist sie erheblich günstiger als der Kleinwagen Polo, der in Deutschland erhältlich ist.
Für das laufende Jahr plant Volkswagen, rund 20 neue oder überarbeitete Modelle für den chinesischen Markt auf den Weg zu bringen. Diese Fahrzeuge werden vor Ort entwickelt und produziert, wobei viel Know-how von lokalen Partnern integriert wird.
Interne Kritik und Führung
Eine interne Umfrage unter den Mitarbeitern von Volkswagen zeigt eine deutliche Unzufriedenheit mit der Kommunikation seitens des Vorstands. Diese Rückmeldungen deuten auf eine wachsende Besorgnis innerhalb der Belegschaft hin, die in der aktuellen Marktlage um ihre berufliche Zukunft fürchtet.
Kostensenkung im Fokus
Um im zunehmend härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können, hat Konzernchef Oliver Blume auf der Automesse in Peking betont, dass Volkswagen seine Kosten in den letzten Jahren um 40 bis 50 Prozent gesenkt hat. Ein Beispiel hierfür ist die Schließung eines älteren Werks in Nanjing und der gleichzeitige Bau eines modernen Werks in der Provinz Anhui, das auch als Entwicklungszentrum fungiert und sich auf vernetzte Fahrzeuge spezialisiert.
In diesem Entwicklungszentrum arbeiten junge Ingenieure, die direkt vor Ort Software entwickeln und in engem Kontakt mit den Teststationen stehen. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es, Probleme schnell zu identifizieren und zu beheben. Vadym Finn Cemmasson, Leiter der Abteilung, betont, dass durch die interne Entwicklung Herausforderungen sofort angegangen werden können. Ein neuer Wagen kann bereits in nur 18 Monaten marktreif sein, was die Entwicklungszeiten erheblich reduziert.
Automatisierung und ihre Folgen
In der Nähe des Entwicklungszentrums befindet sich die Produktionsstätte, deren Automatisierungsgrad nahezu 95 Prozent beträgt. Dies bedeutet, dass nur noch etwa 150 Mitarbeiter in der Qualitätskontrolle beschäftigt sind, während über 1.000 Roboter den Großteil der Produktionsprozesse übernehmen. Die Einstiegsgehälter in der Branche betragen rund 450 Euro pro Monat, was die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeitsplätze verdeutlicht.
Marktwettbewerb und Entwicklungen
Aktuell konzentriert sich Volkswagen vor allem auf die Produktion für den chinesischen Markt sowie einige Exportregionen in Asien. Hier sieht sich das Unternehmen einem intensiven Preiskampf mit lokalen Herstellern gegenüber. In Deutschland hingegen sind aufgrund höherer Löhne und anderer Faktoren die Produktionsbedingungen unterschiedlich. Dennoch drängen chinesische Hersteller zunehmend auf den deutschen Markt.
Die Landesregierung von Niedersachsen hat Vorschläge unterbreitet, die in China entwickelten Volkswagen-Modelle auch in Deutschland zu produzieren. Stefan Bratzel vom Center for Automotive Management sieht dies als Chance, kostengünstige Fahrzeuge zu entwickeln, die dann in Europa gefertigt werden können. Langfristig ist es jedoch notwendig, dass Volkswagen auch in Deutschland ähnliche Entwicklungsbedingungen schafft wie in China, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Blick in die Zukunft
Die Automobilbranche steht unter erheblichem Druck, und das Beispiel von Volkswagen in China verdeutlicht die Herausforderungen, die die Unternehmen bewältigen müssen. Die Dringlichkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen, wird immer offensichtlicher, während die Perspektiven für die deutschen Standorte und die Mitarbeiter weiterhin ungewiss bleiben.
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Quellen: tagesschau, Handelsblatt
Bildquelle: Bildquelle: Cesar Salazar auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








