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Warum Arbeiter an norddeutschen Seehäfen erneut die Arbeit niederlegen

In den norddeutschen Seehäfen kommt es erneut zu Streiks, da Beschäftigte ein Lohnangebot von 5,1 Prozent ablehnen. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Erhöhung von 8,2 Prozent, was den Warenumschlag erheblich beeinträchtigen könnte.

Arbeiter in norddeutschen Seehäfen streiken wieder
Dietmar Rabich via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Tarifstreit in den deutschen Seehäfen spitzt sich zu

Der anhaltende Tarifkonflikt in den deutschen Seehäfen hat zu einer erneuten Welle von Warnstreiks geführt. Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Lohnangebot von 5,1 Prozent für einen Zeitraum von 18 Monaten unterbreitet, das jedoch von den Beschäftigten mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Die Gewerkschaft ver.di hingegen fordert eine Erhöhung um 8,2 Prozent und möchte die Laufzeit auf lediglich ein Jahr festlegen.

Folgen des Warnstreiks für den Warenumschlag

Bereits am 18. August legten die Hafenmitarbeiter für einen Zeitraum von 24 Stunden die Arbeit nieder, was zu erheblichen Störungen und teilweise sogar zu einem Stillstand des Warenumschlags führte. Laut ver.di sind rund 11.000 Beschäftigte in den Häfen von diesen Streiks betroffen.

Aktuelle Situation im Hamburger Hafen

Im Hamburger Hafen wird während des gegenwärtigen Streiks ein Rückgang bei der Abfertigung größerer Schiffe erwartet. Der Aufruf von ver.di betrifft Hafenarbeiter aus mehr als einem Dutzend Betrieben, darunter die HHLA Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie die Eurogate-Mitarbeiter und die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft.

Streikaktivitäten auch in Niedersachsen

Zusätzlich zu den Protesten in Hamburg sind auch die Beschäftigten in Niedersachsen betroffen. Hier legen unter anderem die Mitarbeiter von J. Müller in Brake und Bremen sowie der EVAG in Emden, die für den Autoumschlag zuständig sind, ihre Arbeit nieder. Auch in Bremerhaven und Wilhelmshaven kam es zu Arbeitsniederlegungen.

Reaktionen der Arbeitgeber auf die Streiks

Die Arbeitgebervertreter im Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) zeigen sich überrascht über die Streikankündigungen. Torben Seebold, Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Verhandlungsführer der Arbeitgeber, betonte, dass man bereits an die Grenzen der wirtschaftlichen Möglichkeiten gestoßen sei. Ein Tarifabschluss, der über das aktuelle Angebot hinausgeht, könnte ernsthafte Risiken für die Betriebe und damit auch für die Arbeitsplätze in den deutschen Seehäfen mit sich bringen.

Hintergründe des Tarifkonflikts

Der laufende Tarifkonflikt betrifft insgesamt etwa 12.000 Hafenbeschäftigte in Hamburg und anderen norddeutschen Seehäfen. In den jüngsten Verhandlungen hatten die Hafenunternehmen zwei Angebote für eine Gehaltserhöhung von über 5 Prozent gemacht. Die Gewerkschaft bestand jedoch darauf, die Mitglieder zu befragen, bevor eine Einigung erzielt wird. Eine deutliche Mehrheit der 6.000 Teilnehmer an der Umfrage sprach sich gegen die Annahme des Angebots aus.


Quellen: NDR, tagesschau

Bildquelle: Dietmar Rabich via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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TS