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Warum hält Kadyrow seine Männer aus dem Ukraine-Krieg heraus?

Ramzan Kadyrow, bekannt als Putins “Bluthund”, hält seine Truppen vom Ukraine-Krieg ab, um Stabilität in Tschetschenien zu bewahren. Trotz beeindruckender Zahlen bleibt die Realität der Gefallenen weit hinter seinen Aussagen zurück.

Kadyrow hat keine Lust auf Opfer: Ausgerechnet Putins
Von Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=129603509

Über 70.000 Kämpfer soll Ramsan Kadyrow, der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, in den Ukraine-Krieg geschickt haben. Doch die Realität sieht anders aus: Die sogenannten “Tiktok-Soldaten” sind an der Front kaum zu sehen. Der Kremlchef Wladimir Putin scheint diese Taktik zu unterstützen, da ihm die Stabilität in Tschetschenien wichtiger ist.

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Kadyrow, der seit Jahren die Kontrolle über Tschetschenien mit harter Hand ausübt, hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass seine Spezialeinheiten bereit sind, in jede Richtung vorzustoßen, die vom Oberbefehlshaber vorgegeben wird. Mitte Juli präsentierte er stolz die Zahl von über 70.000 Kämpfern, die angeblich in den Krieg geschickt wurden. Dies entspricht neun Prozent der gesamten männlichen Bevölkerung Tschetscheniens.

Die Realität hinter Kadyrows Zahlen ist jedoch ernüchternd. Laut einer Analyse der russischen Exilnachrichtenseite Mediazona sind bis Mitte August lediglich 543 Tschetschenen im Ukraine-Konflikt gefallen. Dies entspricht 0,2 Prozent aller russischen Gefallenen, während Tschetschenen insgesamt 1,1 Prozent der russischen Bevölkerung ausmachen.

Die Motivation Kadyrows

Die Statistik zeigt, dass Kadyrow seine Männer vom Krieg fernhält. “Der Chef versteht die Situation genau”, wird eine Quelle aus Kadyrows Umfeld zitiert. “Er hat keine Lust, sein Volk zugunsten Russlands zu opfern.” Diese Einschätzung verdeutlicht, dass Kadyrow die Stabilität seiner Herrschaft über Tschetschenien nicht gefährden möchte.

Historischer Kontext

Tschetschenien hat eine bewegte Geschichte, die von zwei verheerenden Kriegen geprägt ist. Nach dem Zerfall der Sowjetunion erklärte die Republik 1991 ihre Unabhängigkeit, was zu einem blutigen Konflikt mit Russland führte. Der erste Tschetschenien-Krieg begann 1994, gefolgt von einem zweiten Krieg im Jahr 1999, der zur Installation einer Moskau-freundlichen Regierung führte.

Seit 2007 regiert Ramsan Kadyrow die Region und hat sich als brutaler Herrscher etabliert. Menschenrechtsverletzungen und politische Morde sind an der Tagesordnung, während der Kreml Kadyrow die Freiheit lässt, solange er die Kontrolle über Tschetschenien aufrechterhält.

Kadyrows Strategie im Ukraine-Konflikt

Die “Kadyrowzy”, Kadyrows private Miliz, sind nicht in die reguläre militärische Struktur Russlands integriert. Diese Truppe ist mit Putins Zustimmung zur wichtigsten Sicherheitskraft der Republik geworden. Kadyrow kann es sich nicht leisten, seine Männer in den Ukraine-Krieg zu schicken, da hohe Verluste die Stabilität seines Regimes gefährden könnten.

Die tschetschenischen Männer, die dennoch in den Krieg ziehen, erhalten die Anweisung, es nicht zu übertreiben und auf sich selbst aufzupassen. Russische Militärblogger machen sich über die tschetschenischen Soldaten lustig und bezeichnen sie als “Tiktok-Truppen”, da sie mehr für martialische Auftritte in sozialen Medien bekannt sind als für ihre Präsenz an gefährlichen Frontabschnitten.

Fazit

Kadyrow benötigt seine Kämpfer für den innenpolitischen Überlebenskampf in Tschetschenien. Solange Russland in der Ukraine gebunden ist, darf in Tschetschenien kein neuer Konflikt entstehen. Kadyrows Strategie, seine Männer vom Krieg fernzuhalten, zeigt, dass er die Stabilität seiner Herrschaft über alles stellt.

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Quellen: n-tv

Bildquelle: Von Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=129603509

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS