US-Präsident Trump hat einen zweiten Angriff auf Venezuela abgesagt. Grund sind die Freilassung politischer Gefangener und die gute Zusammenarbeit, etwa bei der Öl- und Gasinfrastruktur.
Wegen guter Zusammenarbeit: Trump sagt zweiten Angriff auf Venezuela ab | Politik

Trump sagt zweiten Angriff auf Venezuela ab – Gründe genannt
Was bedeutet die gute Zusammenarbeit für die US-Politik gegenüber Venezuela? US-Präsident Donald Trump hat laut eigenen Angaben einen geplanten zweiten Angriff auf das südamerikanische Land vorerst abgebrochen. In einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social führte er unter anderem die Freilassung von politischen Gefangenen sowie die positive Kooperation zwischen den beiden Nationen im Bereich der Öl- und Gasinfrastruktur an.
Dennoch gab Trump an, dass sämtliche Militärschiffe „aus Sicherheitsgründen“ weiterhin in der Region präsent bleiben werden. Zusätzlich kündigte er an, sich am heutigen Freitag mit Vertretern der amerikanischen Öl-Industrie im Weißen Haus zu treffen. Ziel seiner Gespräche ist es, Investitionen in Höhe von mindestens 100 Milliarden Dollar in Venezuela zu mobilisieren.
Militärische Vorbereitungen und Freilassungen
Nach dem ersten Militärschlag in Venezuela hatte Trump erklärt: „Wir sind darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen.“ Dennoch hatte er damals bereits angedeutet, dass dieser Schritt wahrscheinlich nicht erforderlich sein würde, da das US-Militär bei der Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro „so erfolgreich“ gewesen sei.
Am Donnerstag verkündete Parlamentspräsident Jorge Rodríguez die Freilassung mehrerer Häftlinge, darunter der ehemalige Präsidentschaftskandidat Enrique Márquez sowie die prominente aktivistische Anwältin Rocío San Miguel. Diese war im Februar 2024 aufgrund einer mutmaßlichen Beteiligung an einem Komplott gegen Maduro inhaftiert worden. Ihr wurden schwere Vorwürfe wie „Verrat“, „Terrorismus“ und „Verschwörung“ gemacht. Laut ihrer Anwältin geht es San Miguel nach ihrer Freilassung gut.
Inhaftierte und Menschenrechtslage in Venezuela
Die Aktivistin Rocío San Miguel war im berüchtigten Gefängnis El Helicoide in Caracas inhaftiert, wo politische Häftlinge untergebracht werden. Neben ihrer Freilassung kam es am Donnerstag zu Versammlungen von Angehörigen von Inhaftierten vor der Haftanstalt.
Laut der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sind derzeit in Venezuela mehr als 800 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert.
Bildquelle: Shealeah Craighead via Wikimedia Commons (Public domain)








