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Welche Vorteile bietet eine revitalisierte Bahnverbindung zwischen der Türkei und Saudi-Arabien?

Die Türkei plant die Wiederbelebung einer historischen Bahnverbindung zwischen Saudi-Arabien und Europa. Diese Initiative soll den Warentransport, insbesondere von Öl und Erdgas, über Land ermöglichen und als Alternative zur blockierten Straße von Hormus dienen.

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Türkei plant Wiederbelebung der Bahnverbindung zwischen Saudi-Arabien und Europa
Petar Milošević via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Die Türkei hat die Wiederherstellung einer historischen Bahnverbindung zwischen Saudi-Arabien und Europa zu einer ihrer zentralen Prioritäten erklärt. Dies geschieht vor dem Hintergrund der aktuellen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Ziel dieser Initiative ist es, den Transport von Gütern wie Öl und Erdgas über Land zu fördern, was eine entscheidende Alternative zum maritimen Verkehr darstellen könnte.

Neustart der Hedschasbahn

In Reaktion auf die Herausforderungen, die durch die Schließung der Schifffahrtsstraße von Hormus entstehen, intensiviert die Türkei ihre Pläne zur Wiederbelebung einer Bahnverbindung, die den Nahen Osten mit Europa verknüpfen soll. Der Verkehrsminister Abdulkadir Uraloglu kündigte an, dass die Schließung des rund 400 Kilometer langen Abschnitts zwischen Jordanien und Syrien in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren realisiert werden soll. Diese Absicht wurde durch eine kürzlich unterzeichnete Kooperationsvereinbarung im Logistik- und Bahnsektor zwischen der Türkei und Saudi-Arabien untermauert.

Transportmöglichkeiten und Anbindung

Geplant ist eine Bahnlinie, die von Saudi-Arabien über Jordanien und Syrien bis in die Türkei führt und dort an das europäische Schienennetz anschließt. Uraloglu wies darauf hin, dass diese Verbindung in der Lage sein wird, eine breite Palette von Frachtgütern, insbesondere Öl und Erdgas, nach Europa zu transportieren. Diese Initiative wird als Reaktion auf die durch den Iran-Konflikt verursachten Störungen im Schiffsverkehr gewertet.

Religiöse Bedeutung und mögliche Erweiterungen

Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen könnte die neue Bahnstrecke auch für den Personenverkehr von großer Bedeutung sein, insbesondere für die jährlich stattfindende Hadsch, die muslimische Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien. Uraloglu erwähnte, dass die Verbindung auch Pilger unterstützen könnte, die zu den heiligen Stätten reisen.

Finanzierungspläne und regionale Erweiterungen

Im nächsten Schritt könnte die Bahnstrecke auch die Nachbarländer der Vereinigten Arabischen Emirate, darunter Kuwait, Katar, Oman und Jemen, anbindet. Der türkische Minister gab bekannt, dass ein Finanzierungsplan entwickelt wird, der auch etwa 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau der Strecke zwischen der Türkei und dem syrischen Aleppo umfasst, um eine Verbindung nach Damaskus herzustellen.

Historischer Kontext der Hedschasbahn

Die Hedschasbahn, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Osmanischen Reich erbaut wurde, stellte eine Verbindung zwischen Damaskus und Medina im heutigen Saudi-Arabien her. Unter der Leitung des deutschen Ingenieurs Heinrich August Meißner realisiert, wurde das Projekt jedoch nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches und der Gründung der modernen Türkei im Jahr 1923 unterbrochen.


Quellen: n-tv, Hedschasbahn: Historische Zugverbindung zwischen Türkei und Saudi-Arabien soll neu entstehen – Politik, Türkei fördert Bahnlinie von Saudi-Arabien nach Europa als Hormus-Alternative

Bildquelle: Petar Milošević via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS