Weltweit haben Privathaushalte Rekordvermögen von 268,4 Billionen Euro erreicht, trotz steigender Inflation. Die Analyse zeigt jedoch eine wachsende Ungleichheit in der Vermögensverteilung, besonders in den USA.
Weltweite Vermögenszuwächse in Zeiten der Inflation

Rekordvermoegen der Haushalte trotz inflationärer Tendenzen
Die globalen Privathaushalte haben einen neuen Höchststand ihres Vermögens erreicht. Nach den Ergebnissen einer Analyse ist das Geldvermögen im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent auf 268,4 Billionen Euro angestiegen. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die florierenden Börsen begünstigt. Für das kommende Jahr wird ein weiteres Wachstum von 9 Prozent prognostiziert.
Verteilung des Vermögens: Ein Ungleichgewicht
Die Auswertung der Daten zeigt, dass das Vermögen stark ungleich verteilt ist. Insbesondere diejenigen, die in Aktien und vergleichbare Wertpapiere investiert haben, konnten in hohem Maß von den Kurssteigerungen profitieren. Von dem letzten Vermögenszuwachs in den 57 analysierten Ländern stammen vier von fünf Euro aus den Kapitalmärkten. In den Vereinigten Staaten entfällt mehr als die Hälfte des globalen Wachstums der Finanzvermögen, wobei nordamerikanische Haushalte nahezu zwei Drittel ihres Vermögens an der Börse angelegt haben.
Deutschlands Position im internationalen Vergleich
In Deutschland haben Wertpapiere nun erstmals mit einem Anteil von 37,1 Prozent die Guthaben auf Bankkonten übertroffen. Allerdings liegt dieser Wertpapieranteil noch unter dem internationalen Durchschnitt von 46,9 Prozent. Für 2025 wird ein Anstieg des Brutto-Geldvermögens in Deutschland um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro verzeichnet, was unter dem globalen Durchschnitt zurückbleibt.
Inflation als bedeutende Herausforderung in Westeuropa
Die Entwicklung der Inflation ist ebenfalls von zentraler Bedeutung. Der Chefvolkswirt der Allianz, Ludovic Subran, hebt hervor, dass das nominale Geldvermögen seit 2019 um 50 Prozent gestiegen ist, real jedoch nur um 23 Prozent. In Westeuropa ist das reale Geldvermögen sogar nur um 0,5 Prozent angewachsen, während Nordamerika eine Steigerung von 21 Prozent und China von 70 Prozent verzeichnet.
Netto-Geldvermögen und seine Verteilung
Zum Ende des Jahres 2025 betrug das Netto-Geldvermögen in den untersuchten Ländern, die 91 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 72 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, 211,5 Billionen Euro. Dies stellt einen Anstieg von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. In den USA liegt das Netto-Geldvermögen pro Kopf bei 296.950 Euro, gefolgt von der Schweiz mit 275.980 Euro und Dänemark mit 197.510 Euro. Deutschland belegt mit 91.780 Euro den 12. Platz unter den 57 Ländern.
Starke Ungleichheit in der Vermögensverteilung
Die Vermögensverteilung ist stark unausgewogen. In Deutschland besitzen die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Geldvermögens. Weltweit entfällt auf die reichsten zehn Prozent sogar 85,4 Prozent des Vermögens. Nahezu drei Milliarden Menschen in den analysierten Ländern haben praktisch kein Nettofinanzvermögen.
Vermögensarten in der Analyse
In der Analyse wurden Bargeld, Bankeinlagen, sowie Wertpapiere wie Aktien und Anleihen berücksichtigt. Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds wurden ebenfalls einbezogen, während Immobilien nicht in die Berechnungen aufgenommen wurden.
Quellen: n-tv, Reuters
Bildquelle: Bildquelle: omid armin auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.







