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Weltwetterorganisation warnt vor starkem El Niño mit globalen Folgen

Die Weltwetterorganisation prognostiziert einen außergewöhnlich starken El Niño, der bis Februar 2027 andauern könnte. Er bringt extreme Wetterereignisse mit sich, die globalen Niederschlags- und Temperaturmuster erheblich beeinflussen.

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El Niño wird laut WMO-Bericht sehr stark ausfallen
Jon Sullivan via Wikimedia Commons (Public domain)

Die Weltwetterorganisation (WMO) hat angekündigt, dass in den kommenden Monaten ein stark ausgeprägter El Niño zu erwarten ist. Prognosen deuten darauf hin, dass dieses Wetterphänomen bis Februar 2027 anhalten könnte und mit extremen Temperaturen, Dürren sowie Überschwemmungen einhergeht. Laut einer Mitteilung der WMO in Genf wird der Höhepunkt des El Niño voraussichtlich gegen Ende des Jahres erreicht werden.

Die WMO schätzt, dass die Folgen für Niederschlags- und Temperaturverhältnisse erheblich sein könnten. Ein verstärktes Risiko für extreme Wetterereignisse wie Dürre und Überschwemmungen ist zu erwarten. António Guterres, der Generalsekretär der UN, äußerte sich besorgt und betonte die Dringlichkeit, den wachsenden Risiken entgegenzuwirken, da sich die Welt in einer kritischen Lage befinde.

Um auf die bevorstehenden Herausforderungen besser vorbereitet zu sein, haben die WMO und nationale Wetterdienste ihre Frühwarnsysteme bereits verbessert. Daniela Matei, Klimaforscherin am Max-Planck-Institut, wies darauf hin, dass zwar Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen von Dürren ergriffen werden können, jedoch eine Prävention gegen extreme Wetterereignisse wie Sturzfluten oder Taifune nicht möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit von Todesfällen sei, so Matei in einem Interview, dabei nicht zu unterschätzen.

Die Generalsekretärin der WMO, Celeste Saulo, warnte, dass das bevorstehende Ereignis das Potenzial birgt, Gesellschaften und Volkswirtschaften weltweit erheblich zu belasten. Bereits im August hatte die britische Wetterbehörde Met Office auf die Möglichkeit hingewiesen, dass dieser El Niño der intensivste seit über einem Jahrhundert sein könnte.

Normalerweise tritt El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und ist mit einer Erwärmung der Meeresoberfläche im Pazifik verbunden, wodurch globale Wettermuster gestört werden. Während in einigen Regionen zu trockenerem und heißerem Wetter kommt, sind andere Gebiete von kühlerem und feuchterem Klima betroffen. Die Auswirkungen des aktuellen El Niño sind bereits spürbar, insbesondere in Indonesien, wo eine außergewöhnlich lange Trockenzeit verheerende Waldbrände verursacht hat.

Derzeit zeigen die Ozeane höhere Temperaturen als üblich. Wissenschaftler berichteten, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur im zentral-östlichen Äquatorial-Pazifik von Mai bis Juli um 1,5 Grad über dem Normalwert lag. Im August stieg dieser Wert auf 2,2 bis 2,6 Grad über dem Durchschnitt. In den tieferen Wasserschichten wurden im Juli und Anfang August teilweise Temperaturunterschiede von mehr als 8 Grad über dem Normalwert festgestellt.

Die aktuellen Daten lassen darauf schließen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Experten erwarten, dass der El Niño gegen Ende des Jahres seinen Höhepunkt erreichen wird und die klimatischen Auswirkungen voraussichtlich bis weit ins kommende Jahr spürbar bleiben.


Quellen: tagesschau, WDR

Bildquelle: Jon Sullivan via Wikimedia Commons (Public domain)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS