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Wer profitiert von der Wut auf die Corona-Maßnahmen?

Viele „Querdenker“ glauben an einige allumfassende Verschwörung und misstrauen der Regierung und den Medien. In Telegram-Gruppen werden Verschwörungstheorien geglaubt und geteilt und offen zum Spenden aufgerufen. Doch wohin fließen die Gelder?

Foto: Depositphotos/Unsplash

Viele „Querdenker“ glauben an einige allumfassende Verschwörung und misstrauen der Regierung und den Medien. In Telegram-Gruppen werden Verschwörungstheorien geglaubt und geteilt und offen zum Spenden aufgerufen. Doch wohin fließen die Gelder?

Einige kritische Menschen fallen Sie auf schlechte Musiker, vegane Köche und auf krude Verschwörungstheoretiker rein. Diese Corona-Verharmloser locken den Menschen das Geld aus der Tasche durch Merchandising, Attestverkauf und weitere Tricks.

Abzocke und Fehlinformationen

Nicht Bill Gates und Co sind die Übeltäter, sondern Fake News auf Seiten wie KenFm oder Propaganda-Portale wie RT oder auch die AfD. Denen geht es gut, wenn es Anderen schlecht geht oder der Eindruck erweckt wird, dass dies der Fall sei. Auch Michael Ballweg, der Gründer von „Querdenken Stuttgart“ profitieren von der einseitigen Informationsaufnahme der Verängstigten um sich zu bereichern. Nicht ohne Grund werden Teile der AfD und der „Querdenker“ vom Verfassungsschutz beobachtet.

„Schaut man auf die Seiten oder in die Telegram-Gruppen von „Querdenkern“ oder anderen Corona-Verharmlosern, findet man vom Kampf gegen „die Gesundheitsdiktatur“ bis zum Streben nach „Frieden und Freiheit“ die unterschiedlichsten Motive für Aktivismus“, stellt der „Der Standard“ fest.

Geldspenden

Genauso oft werden aber auch Spendenaufrufe, Werbung für Merchandisingartikel oder andere Hinweise darauf, wie man angeblich „den Widerstand“ unterstützen kann verbreitet. Einige Mitglieder der Bewegung haben Mittel und Wege gefunden, von der Wut auf die Corona-Maßnahmen Profit zu schlagen. Warum Schenkungen bevorzugt werden, erklärt Ballweg gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“) ausführlich: „Die Anzeigepflicht existiert nur für Schenkungen, die die Freibeträge überschreiten.“ Und die liegen in Deutschland bei 19.999 Euro.

Das Geld landet aber nicht bei einem gemeinnützigen Verein, sondern auf dem privaten Paypal Konto Ballwegs. Wofür die Spenden genau eingesetzt werden verschweigt der „Querdenker“beflissen, stattdessen wird nebulös von der „Organisation der Demos und Finanzierung der Klagen“, geredet, laut Website.

nf24