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Wichtige Bahnstrecke bei Köln wird für fünf Monate gesperrt

Die Deutsche Bahn sperrt ab dem 10. Juli für fünf Monate den Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Unkel, was zu erheblichen Einschränkungen und Ausfällen im Zugverkehr, insbesondere in Richtung Bonn, führt. Die Sanierungsarbeiten umfassen den Ausbau der Strecke, um den S-Bahn-Verkehr zu verbe…

Köln Hbf: Deutsche Bahn sperrt Strecke für fünf Monate
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Die Deutsche Bahn plant umfangreiche Sanierungsarbeiten, die den Zugverkehr in der Region Köln erheblich beeinträchtigen werden. Ab dem 10. Juli wird ein Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Unkel für einen Zeitraum von rund fünf Monaten vollständig gesperrt. Diese Maßnahme betrifft insbesondere die Verbindungen in Richtung Bonn und führt zu zahlreichen Ausfällen.

Die Sanierungsarbeiten umfassen den Ausbau des Streckenabschnitts auf drei bzw. vier Gleise, um den S-Bahn-Verkehr effizienter zu gestalten. Im Rahmen dieser Vollsperrung wird auch die Linie S13 erweitert, die derzeit von Kerpen-Horrem über den Kölner Hauptbahnhof bis nach Troisdorf verkehrt. Ab Ende 2026 soll die S13 dann bis Bonn-Beuel fahren, während die Strecke bis Bonn-Oberkassel bis 2030 fertiggestellt werden soll.

Im Zuge der Bauarbeiten werden vier Bahnhöfe modernisiert und optisch an die Umgebung angepasst. Der Haltepunkt Bad Honnef wird neu gebaut und um 400 Meter nach Norden verlegt. Auch die Bahnhöfe in Königswinter, Rhöndorf und Niederdollendorf werden saniert.

Auswirkungen auf den Regionalverkehr

Die Vollsperrung hat weitreichende Folgen für den Bahnverkehr zwischen Köln und Bonn. Besonders betroffen sind die Linien RE8 und RB27, die zwischen Troisdorf und Koblenz ausfallen. Die Züge werden während dieser Zeit über den Flughafen Köln/Bonn umgeleitet. Vom 12. September bis 12. Dezember kommt es zudem zu weiteren Ausfällen zwischen Köln Messe/Deutz und Koblenz.

Zusätzlich gibt es Einschränkungen auf den S-Bahn-Linien S12 und S19. Die S12 wird sonntags nur im Stundentakt zwischen Blankenberg und Au (Sieg) verkehren, während die S19 zwischen dem Flughafen Köln/Bonn und Au (Sieg) ebenfalls nur im Stundentakt fährt. Die RB30 in Richtung Eifel wird während der Vollsperrung zwischen Bonn und Remagen nicht fahren, und die RB48 wird im Berufsverkehr keine zusätzlichen Fahrten zwischen Köln und Bonn Hauptbahnhof anbieten.

Schienenersatzverkehr eingerichtet

Um die Auswirkungen der Sperrung abzumildern, hat die Deutsche Bahn einen Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Auf den Linien RB27 und RE8 wird ein Ersatzbus zwischen Troisdorf und Bonn-Ramersdorf angeboten, der unter der Woche alle 15 Minuten und am Wochenende alle 30 Minuten fährt. Ein weiterer Ersatzbus zwischen Andernach, Neuwied und Koblenz verkehrt täglich im 60-Minuten-Takt.

Für die Linie RE8 stehen mehrere Ersatzbusse zur Verfügung, die alle 30 Minuten zwischen Troisdorf und Koblenz fahren. Diese Busse halten jedoch nicht zwischen Troisdorf und Ramersdorf. Ein alternativer Bus hält zwischen Troisdorf und Bad Honnef ausschließlich in Ramersdorf. Zudem gibt es auf der Linie S19 zusätzliche Fahrten zwischen Hennef und Au (Sieg) für Schüler.

Fernverkehr ebenfalls betroffen

Die Auswirkungen der Vollsperrung betreffen auch den Fernverkehr. Zwischen Mainz, Koblenz, Bonn und Köln verkehrt weiterhin ein Fernverkehrszug pro Stunde und Richtung. Züge zwischen Berlin und Bonn sowie zwischen Norddeich Mole und Koblenz enden und starten in Köln.

Die Ersatzbusse und Haltestellen werden durch einen speziellen Purpurton gekennzeichnet, um die Orientierung für die Fahrgäste zu erleichtern. In den Bussen stehen USB-Steckdosen und WLAN zur Verfügung, um den Komfort zu erhöhen. Informationen zu den Ersatzfahrten sind bereits auf der Informationsplattform einsehbar.

Vorbereitung auf die Großbaustelle

Die bevorstehenden Bauarbeiten zwischen Köln und Bonn beginnen kurz nach dem Abschluss der Arbeiten im Streckenabschnitt zwischen Köln, Wuppertal und Hagen. Dort gab es im Ersatzverkehr teils erhebliche Probleme. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass die Situation zwischen Troisdorf und Unkel nicht mit der vorherigen vergleichbar sei und man gut auf den Ersatzverkehr vorbereitet sei.

Die Vollsperrung wird in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zu größeren Einschränkungen führen, auch im Fernverkehr.

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Bildquelle: depositphotos

Ronny Winkler