Der Verfassungsschutzbericht 2025 alarmiert mit der hohen Zahl rechtsextremer Mitglieder in der AfD, die auf 28.000 geschätzt wird. Zudem wird die wachsende Vernetzung extremistischer Gruppen als erhebliche Bedrohung für die Demokratie hervorgehoben.
Wie rechtsextrem sind die Mitglieder der AfD laut Verfassungsschutzbericht?

Verfassungsschutzbericht 2025: Zunahme der rechtsextremen Mitglieder in der AfD
Der Verfassungsschutz hat in seinem neuesten Bericht besorgniserregende Zahlen veröffentlicht, die einen Anstieg von Personen mit rechtsextremen Ansichten in Deutschland dokumentieren. Aktuell wird die Zahl der Rechtsextremisten auf nahezu 60.000 geschätzt, wobei ein erheblicher Teil dieser Personen mit der Alternative für Deutschland (AfD) in Verbindung gebracht wird. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl um 8.450 auf insgesamt 58.700 gestiegen.
Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist das kontinuierliche Mitgliederwachstum der AfD, die vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft wird. Die Partei selbst gibt an, mittlerweile 70.000 Mitglieder zu haben; von diesen sollen schätzungsweise 28.000 eine rechtsextremistische Ausrichtung aufweisen. Solche Entwicklungen erwecken Besorgnis, da sie auf eine Verjüngung und zunehmende Vernetzung innerhalb der rechtsextremen Szene hinweisen.
Rechtsextremismus als größte Herausforderung für die Demokratie
Der Verfassungsschutz warnt eindringlich, dass der Rechtsextremismus die größte Gefahr für die demokratische Grundordnung darstellt. Dabei werden auch die Aktivitäten bestimmter Gruppen, wie der „Letzten Verteidigungs Welle“ und die Online-Vernetzung im „Brenton Fanclub“, thematisiert. Diese Phänomene verdeutlichen, wie rechtsextreme Ideologien zunehmend Fuß fassen und sich vernetzen.
Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die Szene der „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“, die in Deutschland etwa 26.000 Personen umfasst. Von diesen gelten rund 2.600 als gewaltbereit. Der Bericht hebt die Bedrohungen hervor, die von diesen Gruppen ausgehen, und fordert eine gründliche Beobachtung dieser Entwicklungen.
Linksextremismus und weitere Bedrohungen
Im Gegensatz dazu bleibt die linksextremistische Szene schwer zu fassen. Der Bericht bietet nur wenige neue Erkenntnisse über die Täter, die für Anschläge auf die Stromversorgung und Bahninfrastruktur verantwortlich gemacht werden. Es wird vermutet, dass ein Netzwerk hinter den sogenannten „Vulkangruppen“ existiert, das ideologisch dem gewaltbereiten anarchistischen Spektrum zugeordnet werden kann.
Ein weiterer kritischer Punkt des Berichts ist der Islamismus, der nach wie vor eine erhebliche Gefährdung darstellt. Die Sicherheitsbehörden warnen vor der Gefahr, die von jungen, isoliert agierenden und online radikalisierten Individuen ausgeht. Ein Beispiel für die anhaltenden Herausforderungen im Bereich des islamistischen Extremismus ist das Verbot der Vereinigung „Muslim Interaktiv“ im November 2025.
Antisemitismus als verbindendes Element
Ein zentrales Anliegen des Berichts ist der Antisemitismus, der als ein gemeinsames Merkmal verschiedener extremistischer Strömungen fungiert. Die steigende antisemitische Hetze wird auch im Kontext des Nahostkonflikts und des Irankriegs betrachtet, die beide negative Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Verfassungsschutzbericht 2025 ein alarmierendes Bild des extremistischen Personenpotenzials in Deutschland zeichnet, das ein Rekordhoch erreicht hat. Die Herausforderungen durch Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus erfordern von den Sicherheitsbehörden eine verstärkte Aufmerksamkeit, um die demokratische Grundordnung zu schützen.
Quellen: n-tv, tagesschau
Bildquelle: Ziko #noAfD van Dijk via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)








