Fünftes Pflichtspiel in diesem Jahr ohne Sieg: Eintracht Frankfurt kassiert erneut drei Gegentore und verliert gegen Hoffenheim.
Wieder drei Gegentore: Frankfurt unterliegt Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim hat das Trainerdebüt des Frankfurter Interimsduos Dennis Schmitt und Alex Meier in der Fußball-Bundesliga gründlich verdorben. Trotz Führung unterlag die Eintracht den Kraichgauern 1:3 (1:0) und blieb somit auch im fünften Pflichtspiel des Jahres sieglos. Wie in den vorherigen vier Partien kassierte sie erneut drei Gegentore – und ein gellendes Pfeifkonzert nach Abpfiff.
Arnaud Kalimuendo (18. Minute) hatte die Hoffnungen der Frankfurter auf den ersten Sieg 2026 zunächst mit seinem großartigen Tor zum 1:0 genährt, aber Max Moerstedt (52.), Ozan Kabak (60.) und Aurèle Amenda (65./Eigentor) drehten das Spiel zugunsten der Gäste. Für die Hoffenheimer, die als Tabellendritter weiterhin voll auf Champions-League-Kurs sind, war es vor 58.500 Zuschauern der erste Sieg in Frankfurt seit fast zehn Jahren.
Müder Beginn statt viel Wucht
Sein Team solle direkt in den ersten Minuten «das Stadion anzünden», hatte Schmitt vorab gefordert, so «dass auch die Hoffenheimer überrascht sein werden, wie viel Wucht da kommt.» Viel kam aber nicht von seiner Elf, die das Risiko ebenso scheute wie die Gäste. Bezeichnend für die müde Anfangsviertelstunde war, dass Uzun Szenenapplaus erhielt, weil er am eigenen Sechzehner einen Abstoß herausholte.
Immerhin wirkte die zuletzt arg kritisierte Defensive der Hessen zunächst etwas sicherer, eine Kernforderung Schmitts. «Die Jungs, die bereit sind, diesen Fußball zu spielen, auch das Tor so zu verteidigen, wie wir das den Jungs vorgeben, die werden mitgenommen – und die anderen eben nicht.» Was im Vergleich zum 2:3 in der Champions League bei Karabach Agdam hieß, dass neben dem fleißigen Kalimuendo auch Aurèle Amenda und Farès Chaibi in die Startelf rotierten. Arthur Theate, Hugo Larsson und Ansgar Knauff blieben dafür zunächst draußen.
Uzun und Kalimuendo glänzen
Wie aus dem Nichts erzielte die effiziente Eintracht die Führung. Uzun hob den Ball über den sich vergeblich streckenden Kabak und spielte ihn in den Lauf von Kalimuendo, der mit links kraftvoll abschloss und Nationaltorhüter Oliver Baumann keine Abwehrchance ließ. Für den Winterneuzugang von Nottingham Forest war es das erste Tor vor heimischem Publikum.
Kabak verpasste Hoffenheims beste Chance im ersten Durchgang, als er den Ball nach Wout Burgers Eckstoß an den Pfosten köpfte (21. Minute). Trainer Christian Ilzers Mannschaft spielte gut nach vorne, konnte aber gegen Eintracht-Torwart Kaua Santos nicht punkten. Sowohl gegen Asllani als auch gegen Burgers Kopfball aus kurzer Distanz zeigte der 22-Jährige eine starke Leistung. Ilzer setzte in der Startelf auf Moerstedt und Kabak anstelle von Tim Lemperle (krank) und Robin Hranac.
Santos patzt beim Ausgleich
Santos machte den bis dahin guten Eindruck nach der Halbzeit sofort zunichte. Bei Burgers Flanke eilte er zwar aus dem Tor, griff aber nur zögerlich zu, was Moerstedt per Kopf zum Ausgleich nutzte. Die selbstbewussten Hoffenheimer legten dann nach. Kabak traf per Kopf zur Führung der Gäste, kurz darauf unterlief Vladimir Coufal dem unglücklichen Frankfurter Amenda, der den Ball zum 3:1 für die TSG ins eigene Netz lenkte.
«Wir woll’n euch kämpfen sehen!», schallte es bereits nach dem 1:2 aus der heimischen Norwestkurve, nach dem 1:3 setzte es die ersten Pfiffe. «Ich finde, dass wir supersexy sind», hatte Sportvorstand Markus Krösche vor der Partie bei DAZN mit Blick auf die Trainersuche zwar gesagt. Nach dem fünften sieglosen Pflichtspiel in diesem Jahr steht aber vor allem fest, dass auf den neuen Chefcoach viel Arbeit wartet.








