Ein Forschungsteam aus den USA hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass die Verwendung bestimmter Wörter in autobiografischen Texten mit psychopathischen Eigenschaften korreliert. Die Untersuchung basiert auf den Schilderungen von 451 Teilnehmern, die ihre Lebensgeschichten in schriftlicher Form festhielten.
Wörter mit Bedeutung: Hinweise auf psychopathische Züge in der Sprache

Ein Forschungsteam aus den USA hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass die Verwendung bestimmter Wörter in autobiografischen Texten mit psychopathischen Eigenschaften korreliert. Die Untersuchung basiert auf den Schilderungen von 451 Teilnehmern, die ihre Lebensgeschichten in schriftlicher Form festhielten.
Chronologischer Ablauf der Studie
Die Probanden, bestehend aus Studenten sowie 144 Personen mit früheren Haftstrafen, wurden gebeten, offene Fragen zu den bedeutendsten Momenten ihres Lebens zu beantworten. Nach diesen schriftlichen Beiträgen mussten die Teilnehmer einen Selbstbeurteilungsbogen ausfüllen, um die Ausprägung von drei spezifischen psychopathischen Merkmalen zu bewerten.
Untersuchung der psychopathischen Merkmale
Die Merkmale, die im Rahmen der Studie analysiert wurden, umfassen:
- Kühnheit: Diese Eigenschaft beschreibt emotionale Widerstandsfähigkeit, soziale Dominanz und Abenteuerlust.
- Kaltherzigkeit: Diese Dimension steht für Empathiemangel, Grausamkeit und die Tendenz, andere Menschen auszunutzen.
- Enthemmung: Diese ist gekennzeichnet durch eine schwache Impulskontrolle und mangelnde Selbstbeherrschung.
Sprachmuster und ihre Bedeutung
Die Analyse der geschilderten Texte ergab, dass Probanden mit höheren Werten in der Kategorie Kühnheit weniger Wörter verwendeten, die mit Angst assoziiert sind. So fanden sich Begriffe wie “Furcht” oder “Sorge” seltener in ihren Schilderungen. Des Weiteren neigten diese Teilnehmer dazu, Aspekte psychischer Erkrankungen weniger häufig zu erwähnen.
Im Gegensatz dazu zeigte sich, dass eine gesteigerte Kaltherzigkeit mit einem positiven Ton und einer höheren Anzahl an leistungsorientierter Sprache einherging. In den Texten dieser Personen wurden weniger negativ konnotierte Wörter verwendet. Teilnehmer mit starken enthemmenden Zügen hingegen brachten häufig negative Begriffe zur Sprache und bezogen sich seltener auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Implikationen der Forschung
“Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Art und Weise, wie wir über unser Leben berichten, von Bedeutung ist”, erklärte Co-Autorin Laura Drislane. Der Hauptautor der Studie, Ky Bray, fügte hinzu, dass nicht die Absicht verfolgt wurde, Psychopathie ausschließlich über die Sprache zu diagnostizieren. Vielmehr soll die Untersuchung aufzeigen, wie sich psychopathische Merkmale im Alltag, selbst in der Sprache, manifestieren.
Die Autoren betonen zudem, dass jeder Mensch unterschiedliche Grade von Kühnheit, Kaltherzigkeit und Enthemmung aufweist. “Psychopathie sollte nicht als ein homogenes Phänomen betrachtet werden, sondern als multidimensionales Konzept”, meint Bray. Die Resultate dieser Studie wurden in der Fachzeitschrift “Personality and Individual Differences” veröffentlicht.
Quellen: n-tv
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








