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Wolfsburgs Kaderreform: Neun Abgänge nach dem unmittelbaren Abstieg

Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga kündigt der VfL Wolfsburg eine umfassende Kaderumgestaltung an. Neun Spieler verlassen den Klub, während die Trainerfrage weiterhin offen bleibt und erste Neuzugänge vermeldet werden.

Umbruch nach Abstieg: VfL Wolfsburg trennt sich von neun Spielern
funky1opti from Wolfsburg, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga steht der VfL Wolfsburg vor einer grundlegenden personellen Neuausrichtung. Während die Entscheidung über die Trainerposition weiterhin aussteht, hat der Verein bereits erste Maßnahmen zur Veränderung des Kaders ergriffen.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass insgesamt neun Spieler den Klub verlassen werden. Diese Entscheidung folgt auf eine enttäuschende Saison, die mit dem Abstieg endete. Bereits am Mittwoch teilte der VfL Wolfsburg mit, dass Jeanuel Belocian, Adam Daghim, Jenson Seelt und Jesper Lindström nach Ende ihrer Leihgeschäfte zu anderen Vereinen zurückkehren werden. Die Kaufoptionen für diese Spieler werden nicht aktiviert.

Darüber hinaus stehen Jonas Wind und Kevin Paredes vor dem Abschied, da ihre Verträge im Sommer auslaufen. Wind hat in 124 Pflichtspielen 35 Tore erzielt, während Paredes in 65 Partien lediglich vier Treffer beisteuerte. Auch Nicolas Cozza, Bartol Franjic und Jakub Kaminski scheinen keine Zukunft mehr beim VfL zu haben und werden in der kommenden Saison nicht mehr im Kader stehen.

Elvis Rexhbecaj wurde als erster Neuzugang vermeldet; er kehrt vom FC Augsburg zu seinem Ausbildungsverein zurück. Laut Berichten bleiben die bestehenden Verträge auch in der 2. Liga gültig, jedoch ist eine Gehaltskürzung von etwa 35 Prozent zu erwarten.

Die Trainerfrage bleibt weiterhin ungeklärt. Es gibt Überlegungen, Dieter Hecking zum Geschäftsführer zu befördern, während Alexander Blessin, der zurzeit Trainer bei St. Pauli ist, als möglicher Nachfolger für die Trainerposition gehandelt wird.

Am Pfingstmontag erlebte der VfL Wolfsburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Abstieg aus der Bundesliga. In der Relegation verlor die Mannschaft das Rückspiel gegen den SC Paderborn nach einer langen Unterzahl mit 1:2 nach Verlängerung. Diese Niederlage hat nicht nur die sportlichen Ambitionen des Klubs beeinträchtigt, sondern auch einen tiefgreifenden Umbruch im Kader zur Folge gehabt.

Die Ursachen für den Abstieg sind vielfältig. Von Beginn an war die Mannschaft nicht optimal aufgestellt, geprägt von zu vielen ähnlichen Spielern im Mittelfeld und einem Mangel an Torjägern. Zudem erwies sich der Trainer Paul Simonis, der zu Saisonbeginn übernahm, als überfordert für die Bundesliga. Auch sein Nachfolger Daniel Bauer konnte die Mannschaft nicht stabilisieren. Erst der dritte Trainer Dieter Hecking brachte etwas Ruhe in die Situation, vermochte jedoch nicht, das nötige Feuer zu entfachen.

Die kommenden Monate sind entscheidend für die Neuausrichtung des VfL Wolfsburg, da der Verein bemüht ist, sich von den negativen Erfahrungen der letzten Saison zu erholen und eine wettbewerbsfähige Mannschaft für die 2. Bundesliga zu formen.


Quellen: t-online, Tagesspiegel

Bildquelle: funky1opti from Wolfsburg, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

TS