Das ZDF beendet die beliebte Krimi-Serie „Ein Fall für zwei“ nach 46 Jahren. Die letzte Staffel startet 2024, gefolgt von einem Abschlussfilm im Jahr 2027, der die Geschichte würdig beendet.
ZDF beendet Krimi-Serie nach nahezu fünf Jahrzehnten: Ein Fall für zwei geht in den Ruhestand
Nach fast 46 Jahren wird die bekannte Krimi-Serie „Ein Fall für zwei“ vom ZDF eingestellt. Die Erstausstrahlung fand 1981 statt, und die letzte Staffel wird im nächsten Jahr mit vier neuen Episoden erscheinen. Ergänzend dazu ist ein 90-minütiger Abschlussfilm für 2027 geplant, der die Erzählung der Serie zu einem Abschluss bringen wird.
Ein fester Bestandteil des ZDF-Freitagskrimis
Über viele Jahre hinweg hat „Ein Fall für zwei“ das Freitagsprogramm des ZDF maßgeblich beeinflusst. Die Serie begleitete verschiedene Generationen von Zuschauern und zeigte sich durch wechselnde Besetzungen und Charaktere. In der aktuellen Staffel spielen Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot als Rechtsanwalt Benni Hornberg, die durch ihre unterschiedlichen Ansätze oft überraschende Lösungen finden und die Staatsanwältin Claudia Strauss, dargestellt von Bettina Zimmermann, herausfordern.
Ende einer langen Tradition
In einer offiziellen Mitteilung des ZDF wird die Entscheidung zur Beendigung der Serie als wohlüberlegt beschrieben. „Ein Fall für zwei“ hat im deutschen Fernsehen über 40 Jahre hinweg das Krimigenre geprägt und sich einen treuen Fanstamm erarbeitet. Wanja Mues äußerte in diesem Zusammenhang sein Bedauern über das bevorstehende Ende und betonte, dass ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des deutschen Fernsehens damit geschlossen werde. Er freue sich jedoch auf bevorstehende Projekte.
Die Entwicklung des Formats
Die erste Episode mit dem Titel „Die große Schwester“ wurde am 11. September 1981 ausgestrahlt. Der später zum Privatdetektiv avancierte Josef Matula, gespielt von Claus Theo Gärtner, trat zunächst als Polizeibeamter auf. Matula entwickelte sich zu einer Kultfigur der Serie, die über 300 Episoden hinweg zu sehen war. Gärtner war mehr als 30 Jahre lang Teil des Formats, während die wechselnden Anwälte, die ihm Ermittlungsaufträge übertrugen, stets neue Charaktere boten.
Neuer Ansatz seit 2014
Die Serie erhielt 2014 mit einem frischen Konzept eine Wiederbelebung. Obwohl der Titel gleich blieb, wurde sie als neue Produktion mit innovativen Geschichten und Charakteren umgesetzt. Seitdem hat die gegenwärtige Besetzung 46 Episoden erstellt, und nach der bevorstehenden 13. Staffel wird sich die Gesamtzahl auf 54 Episoden plus den Abschlussfilm erhöhen.
Zukunft des Freitagskrimis
Das ZDF plant die Fortführung des Freitagskrimis, auch nach dem Ende von „Ein Fall für zwei“. Die Verantwortlichen haben angekündigt, sich künftig auf weniger Formate zu konzentrieren. Zu den früheren Erfolgen im Freitagskrimi gehören Serien wie „Der Kommissar“, „Derrick“ und „Siska“. Aktuell läuft die Serie „Mordufer“, die sich mit der Arbeit von Kriminalpolizei und Zoll beschäftigt und frische Perspektiven ins Krimigenre bringt.
Ein Rückblick auf die Serie
Die Entscheidung zur Einstellung von „Ein Fall für zwei“ markiert das Ende einer Ära im deutschen Fernsehen. Die Serie hat nicht nur Unterhaltung geboten, sondern sich auch einen fixen Platz in der Geschichte des deutschen Fernsehens erarbeitet. Der bevorstehende Abschlussfilm wird den Charakteren und ihren Abenteuern einen angemessenen Abschied bereiten.
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Quellen: n-tv, Der Spiegel
Bildquelle: PantheraLeo1359531 via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)







