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Auswirkungen iranischer Angriffe auf Kreuzfahrtschiffe in der Straße von Hormus

Der Iran hat die Straße von Hormus blockiert und die „Mein Schiff 4“ während der Durchfahrt bedroht. Trotz des Vorfalls konnten mehrere Kreuzfahrtschiffe sicher in Richtung Europa weiterfahren.

Iran beschießt
KI-generiert

Der Iran hat erneut militärische Aktivitäten in der Straße von Hormus aufgenommen und dabei ein Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises ins Visier genommen. Glücklicherweise blieb der Vorfall ohne gravierende Folgen.

Kreuzfahrt-Konvoi sicher unterwegs

Inmitten des Iran-Kriegs im Persischen Golf haben mehrere Kreuzfahrtschiffe erfolgreich die Straße von Hormus passiert und sind auf dem Weg nach Europa. Zu den betroffenen Schiffen zählen die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises sowie die „MSC Euribia“ der Schweizer Reederei MSC. Ein Sprecher von MSC bestätigte, dass die Schiffe am Samstag im Konvoi durch die Meerenge fuhren. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, so der Sprecher.

Bedrohung durch die Revolutionsgarden

Die Sicherheitsfirma Vanguard Tech berichtete, dass die iranischen Revolutionsgarden die „Mein Schiff 4“ während der Durchfahrt auf der Seite des Oman bedrohten. Laut dem Kapitän der „Mein Schiff 4“ hätten die Revolutionsgarden erklärt:

„Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schießen und euch zerstören.“

In der Nähe des Schiffes wurde ein Einschlag gemeldet, jedoch wurden keine Schäden festgestellt. Ein dritter Vorfall betraf ein Containerschiff, das laut Angaben der UKMTO durch ein unbekanntes Projektil getroffen wurde.

Reedereien informieren über Routen

Die TUI-Schiffe sind auf dem Weg ins Mittelmeer, wie das Unternehmen aus Hamburg mitteilte. Weitere Informationen zu den Routen und Zeitplänen sollen veröffentlicht werden, sobald diese feststehen. Die „MSC Euribia“ hingegen wird nach Nordeuropa fahren, und die geplante Kreuzfahrt ab Kiel am 16. Mai bleibt unverändert.

Politische Spannungen und militärische Drohungen

Obwohl die USA und der Iran kürzlich die Öffnung der Straße von Hormus angekündigt hatten, wurde diese Aussage am Samstag von einem Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte zurückgenommen. Der Iran kündigte an, militärisch gegen Schiffe vorzugehen, was als Reaktion auf die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA interpretiert wird.

Weitere Schiffe in Gefahr

Nach Informationen des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff „Celestial Discovery“, die ehemalige „Aida Aura“, am Freitag das erste Schiff, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet hatten und der Iran mit einem Beschuss von Schiffen in der Meerenge drohte.

Aktuelle Situation der Kreuzfahrtschiffe

Die „MSC Euribia“ war in Dubai festgesetzt, während die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha festsaßen. Nach der Evakuierung der Passagiere blieben nur kleine Crews an Bord. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter, Aida Cruises, hat derzeit keine Schiffe in der Golfregion, da die Reederei im vergangenen Sommer beschlossen hatte, aufgrund der angespannten Lage keine Reisen in dieser Region anzubieten.

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TS