Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass das Ansehen der USA in der EU stark sinkt. Nur noch 31 Prozent der Bürger sehen die USA als wichtigsten Verbündeten, während der Wunsch nach mehr Eigenständigkeit der EU wächst.
EU-Bürger beurteilen USA zunehmend negativ: Herausforderungen für die transatlantischen Beziehungen

Aktuelle Umfragen zeigen, dass das Ansehen der Vereinigten Staaten unter den Bürgern der Europäischen Union erheblich leidet. Die Politik der Trump-Administration wird von vielen Europäern kritisch betrachtet. Der Anteil der EU-Bürger, die die USA als ihren wichtigsten Verbündeten ansehen, ist auf weniger als ein Drittel gesunken. Im Gegensatz dazu gewinnen andere Partner an Bedeutung.
Eine repräsentative Untersuchung der Bertelsmann Stiftung verdeutlicht, dass immer mehr EU-Bürger für eine eigenständigere Außenpolitik der Europäischen Union plädieren. Das Vertrauen in die USA und deren Rolle als Hauptverbündeter nimmt ab. Dennoch zeigt die Studie, dass es keine signifikante Hinwendung zu China gibt. Stattdessen rücken Großbritannien und Kanada stärker in den Fokus.
Wachsende Forderung nach Eigenständigkeit
Demnach befürworten mittlerweile 73 Prozent der EU-Bürger, dass die EU einen eigenständigeren Kurs einschlagen sollte. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 63 Prozent. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei älteren Europäern ab 56 Jahren, wo die Zustimmung von 60 Prozent auf 75 Prozent gestiegen ist.
Misstrauen gegenüber den USA
Das Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten wächst weiter. Laut der Studie halten 58 Prozent der EU-Bürger die USA nicht für einen vertrauenswürdigen Partner, während dieser Wert im Vorjahr bei 54 Prozent lag. Nur noch 31 Prozent der Befragten sehen die USA als den wichtigsten Verbündeten Europas an, was einen Rückgang von 51 Prozent im Jahr 2024 darstellt.
Stärkere Bedeutung von Großbritannien und Kanada
Die Studie zeigt auch, dass Großbritannien und Kanada an Bedeutung gewonnen haben. Der Anteil der EU-Bürger, die das Vereinigte Königreich als wichtigen Partner betrachten, stieg von 13 Prozent auf 24 Prozent, während Kanada von 7 Prozent auf 13 Prozent zulegte. Im Gegensatz dazu sehen lediglich 9 Prozent der Europäer China als den wertvollsten Verbündeten der EU, und 61 Prozent bewerten den globalen Einfluss Chinas negativ.
Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit, die Familiengeschichte zu entschlüsseln, was neue Einblicke in die Vergangenheit geben kann.
„Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen einen klaren Trend hin zu mehr Eigenständigkeit in der europäischen Außenpolitik,“ sagte ein Sprecher der Bertelsmann Stiftung.
Quellen: n-tv








