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Fluggast verklagt Virgin Atlantic nach schmerzhafter Verbrühung mit Kaffee im Flieger

Ein britischer Passagier erhebt schwere Vorwürfe gegen Virgin Atlantic, nachdem er sich während eines Fluges mit heißem Kaffee schwer verbrüht hat. Der Vorfall führt zu einer Klage, in der er unerträgliche Schmerzen und bleibende Schäden an seinem Körper beschreibt.

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Virgin Atlantic: Passagier verbrüht Penis mit Kaffee und verklagt Airline
Afpwong via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

„Unerträgliche Schmerzen“: Passagier erleidet schwere Verbrühungen im Flugzeug und reicht Klage ein

Ein britischer Flugpassagier hat nach einem Vorfall während eines Virgin Atlantic-Flugs Klage gegen die Fluggesellschaft eingereicht. Der 41-Jährige berichtet, dass er sich bei einem heißen Kaffee, der ihm serviert wurde, schwer verbrüht hat. Der Vorfall, der sein Leben nachhaltig beeinflusst haben soll, ereignete sich im Dezember 2025 auf einem Flug von Las Vegas nach London Heathrow.

Der Vorfall

Der Passagier erklärte, dass ihm ein Kaffeebecher ohne Deckel vom Bordpersonal gereicht wurde. Der Klapptisch sei „stark schräg und zu instabil“ gewesen, was dazu führte, dass der Becher umkippte und der heiße Kaffee in seinen Schoß floss. „Ich hatte unerträgliche Schmerzen und stand gleichzeitig völlig unter Schock, weil die Qualen einfach nicht auszuhalten waren“, so der Betroffene. Erst 20 Minuten nach dem Vorfall erhielt er eine Wasserflasche, um sich Linderung zu verschaffen. Warum er nicht sofort zur Bordtoilette ging, bleibt unklar.

Der Mann war auf dem Flug mit seiner Mutter unterwegs, für die er als Vollzeitpfleger tätig ist. Aufgrund der starken Schmerzen konnte er sich nicht um sie kümmern. Er berichtete, dass er schließlich eine Notversorgung erhielt, die Paracetamol, einen Verband und locker sitzende Pyjama-Shorts umfasste. „Zu diesem Zeitpunkt hatte mein Penis bereits starke Blasen, und der Verband, den sie angelegt hatten, war abgefallen“, fügte er hinzu.

Die Vorwürfe

Obwohl ihm medizinische Unterstützung nach der Landung zugesichert wurde, erhielt er diese nicht. „Es gab keinerlei Nachfragen, keine Korrespondenz – gar nichts“, erklärte der Passagier. Die Verbrennung sei inzwischen verheilt, habe jedoch „massive Auswirkungen“ auf sein Leben und seine psychische Gesundheit gehabt. In einem Interview äußerte er, dass er Narben auf dem Penis habe und dass er und seine Partnerin Schwierigkeiten haben, ein Kind zu zeugen. „Es betrifft meine Männlichkeit – und sie wird nie wieder dieselbe sein“, sagte er.

Reaktionen der Airline

Ein Sprecher von Virgin Atlantic entschuldigte sich für den Vorfall und betonte, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kunden und Mitarbeitenden stets höchste Priorität hätten. Die Kanzlei, die den Kläger vertritt, bezeichnete den Vorfall als „extremen Fall“ und wies darauf hin, dass die Zahl der Verletzungen durch verschüttete Heißgetränke, verursacht durch rutschende Becher auf schrägen und defekten Klapptischen, besorgniserregend ansteige.

Ob der Brite mit seiner Klage Erfolg haben wird und welche Schadenssumme er anstrebt, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch bekannt, dass Heißgetränke bei Virgin Atlantic und auch bei deutschen Fluggesellschaften während turbulenter Flugphasen aus Sicherheitsgründen nicht serviert werden. Heißer Kaffee und Tee werden in Bechern mit Deckel angeboten, wenn dies vom Passagier gewünscht wird. Zudem werden die Becher oder Tassen niemals bis zur Oberkante gefüllt, um ein Überschwappen zu vermeiden.


Quellen: t-online

Bildquelle: Afpwong via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS