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Frankreich interveniert im Atlantik: Blockade eines russischen Öltankers

Frankreich stoppt einen russischen Öltanker im Atlantik und verstärkt damit den Druck auf die sogenannte Schattenflotte. Moskau reagiert mit scharfer Kritik und droht mit dem Einsatz von Kriegsschiffen, um den eigenen Handel zu schützen.

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Moskau droht mit Kriegsschiffen: Frankreich stoppt aus Russland kommenden Öltanker im Atlantik
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Russischer Öltanker im Atlantik von Frankreich gestoppt

Im Atlantik hat die französische Marine einen Öltanker, der aus Russland stammte, angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Laut Verteidigungsministerin Catherine Vautrin gehört das betroffene Schiff zur sogenannten Schattenflotte Russlands. Diese Maßnahme ist nicht die erste ihrer Art, und die Reaktionen aus Moskau ließen nicht lange auf sich warten.

Kontext der Maßnahme

Präsident Emmanuel Macron äußerte sich auf der Plattform X zu dem Vorfall. Er nannte es inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen und das Völkerrecht auf See verletzen. Macron betonte, dass solche Handlungen zur Finanzierung des Krieges beitragen, den Russland seit über vier Jahren gegen die Ukraine führt. Der Einsatz gegen den Tanker „Tagor“ fand in internationalen Gewässern statt, unterstützt von Großbritannien.

Die Schattenflotte und ihre Relevanz

Die sogenannte russische Schattenflotte setzt sich aus Schiffen zusammen, die häufig unter anderen Flaggen fahren und oft veraltet sind. Schätzungen zufolge besteht diese Flotte aus 800 bis 1000 Schiffen. Diese Vessels ermöglichen es Russland, Sanktionen zu umgehen, was für die Kriegsfinanzierung gegen die Ukraine entscheidend ist. In den vergangenen Monaten hat Frankreich wiederholt Schiffe gestoppt, die verdächtigt wurden, Teil dieser Schattenflotte zu sein.

Bisherige Vorfälle und Sanktionen

Im März wurde ein weiterer Tanker dieser russischen Schattenflotte festgesetzt. Der Tanker „Deyna“ durfte seine Reise nach Zahlung einer Geldstrafe fortsetzen. Um dem Umgehen von Sanktionen entgegenzuwirken, hat Frankreich angekündigt, die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge zu verdoppeln.

Russlands Antwort auf die Festsetzung

Die Maßnahmen der französischen Marine wurden von Russland scharf kritisiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Festsetzung als rechtswidrig und grenzte sie an internationale Piraterie. Nikolai Patruschew, der für die Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte, warnte vor den Konsequenzen solcher Aktionen und hob hervor, dass Russland weiterhin in der Lage sein müsse, Öl, Getreide und Dünger zu exportieren, um die eigene Wirtschaft zu stützen.

Drohungen aus Moskau

Patruschew erklärte, Russland sehe sich gezwungen, seine Handelsflotte zu schützen, und drohte mit dem Einsatz von Kriegsschiffen. Er kritisierte die „piratenähnlichen Angriffe“ westlicher Staaten auf den Seehandel und warnte, dass die westlichen Länder, ohne entschiedenen Widerstand, versuchen könnten, Russland den Zugang zu den Meeren zu verwehren. Dies könnte eine verstärkte militärische Präsenz Russlands auf den Weltmeeren nach sich ziehen.

EU-Sanktionen und ihre Auswirkungen

Im Zuge des Ukraine-Konflikts hat die EU Sanktionen gegen Schiffe der russischen Schattenflotte verhängt, mit dem Ziel, den Ölverkauf Russlands zu unterbinden. Diese Maßnahmen sollen die Finanzierung des Krieges erschweren. Die Situation bleibt angespannt, und die Reaktionen auf die Festsetzung des Tankers könnten weitere Entwicklungen nach sich ziehen.


Quellen: n-tv, bachheimer

TS