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Gesundheitsnotstand auf Kreuzfahrtschiff: Hantavirus führt zu mehreren Todesfällen

Auf der „MV Hondius“ ist ein Ausbruch des Hantavirus festgestellt worden, der bereits drei Todesfälle gefordert hat. Sechs Passagiere sind erkrankt, während ein weiterer Patient auf der Intensivstation behandelt wird. Die WHO koordiniert internationale Untersuchungen zu den Vorfällen.

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Kreuzfahrtschiff: Virus auf
Arild Vågen via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die „MV Hondius“ ist auf dem Weg von Südamerika nach Kap Verde, als ein Ausbruch des Hantavirus mehrere Passagiere in Gefahr bringt.

Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantischen Ozean kam es zu einem tödlichen Ausbruch akuter Atemwegserkrankungen. Nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Sonntag sind mindestens drei Menschen verstorben, während ein weiterer Passagier auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Südafrika behandelt wird. Insgesamt haben sich nach aktuellem Stand sechs Personen mit der Krankheit infiziert. Einer der Verstorbenen wurde positiv auf das Hantavirus getestet, während bei fünf weiteren der Verdacht besteht.

Details zum Krankheitsausbruch

Der Ausbruch ereignete sich an Bord der „MV Hondius“, die von Ushuaia in Argentinien nach Kap Verde unterwegs war. Ein Sprecher des südafrikanischen Gesundheitsministeriums berichtete, dass zunächst ein 70-jähriger Passagier Symptome zeigte und an Bord verstarb. Seine Leiche befindet sich derzeit auf der britischen Insel St. Helena im Südatlantik. Seine 69-jährige Ehefrau erkrankte ebenfalls, wurde nach Südafrika evakuiert und starb in einem Krankenhaus in Johannesburg.

Aktuelle Situation und Reaktionen

Die südafrikanischen Behörden haben zudem von einem dritten Erkrankten berichtet: einem 69-jährigen Briten, der nach Johannesburg ausgeflogen und positiv auf das Hantavirus getestet wurde. Er wird auf der Intensivstation behandelt.

Die WHO hat die Situation als ernst eingestuft und erklärt, dass Untersuchungen zu den „Fällen schwerer akuter Atemwegserkrankungen auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik“ laufen. Eine koordinierte internationale Reaktion sei im Gange.

Informationen zur „MV Hondius“ und Hantavirus

Die „MV Hondius“ wird von der niederländischen Firma Oceanwide Expeditions betrieben und kann rund 170 Passagiere sowie etwa 70 Besatzungsmitglieder aufnehmen. Laut mehreren Schifffahrtstracking-Portalen befand sich das Schiff am Sonntag vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde.

Hantaviren werden laut der US-Gesundheitsbehörde CDC hauptsächlich durch den Kontakt mit dem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen und können zu schweren Krankheitsverläufen führen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist äußerst selten.

Bildquelle: Arild Vågen via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

TS