Ab Herbst 2025 gelten in Griechenland strenge neue Verkehrsregeln, die Autofahrer teuer zu stehen kommen können. Hohe Bußgelder für Verstöße, darunter bis zu 8000 Euro für Raser, sowie die Möglichkeit der Vollstreckung in Deutschland erfordern besondere Vorsicht.
Griechenland 2026: Strengere Verkehrsregeln erhöhen Bußgelder für Autofahrer

Griechenland-Urlauber sollten sich im Jahr 2026 auf erhebliche Änderungen im Straßenverkehr einstellen. Seit Herbst 2025 gelten in dem Land verschärfte Verkehrsregeln, die bei Missachtung zu hohen Bußgeldern führen können.
In Athen hat das Parlament die Straßenverkehrsordnung umfassend reformiert. Die neuen Vorschriften sehen drastische Strafen vor, die im schlimmsten Fall bis zu 8000 Euro betragen können. Autofahrer, die sich nicht über die neuen Regelungen informieren, laufen Gefahr, hohe Geldstrafen zu riskieren.
Hohe Strafen für Verkehrsverstöße
Besonders teuer wird es für Fahrer, die am Steuer telefonieren: Bei einem ersten Verstoß droht eine Strafe von 350 Euro sowie ein 30-tägiger Führerscheinentzug. Wer innerhalb von sechs Monaten erneut erwischt wird, muss mit 1000 Euro und einem Führerscheinentzug von sechs Monaten rechnen. Bei einem dritten Verstoß sind es bereits 2000 Euro und ein einjähriger Führerscheinentzug.
Raserei und illegale Autorennen
Raser müssen mit besonders hohen Bußgeldern rechnen. In Wohngebieten gilt nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, die häufig nicht ausreichend beschildert ist, jedoch konsequent überwacht wird. Wer mit über 200 km/h geblitzt wird, muss 8000 Euro zahlen und verliert seinen Führerschein für vier Jahre. Illegale Autorennen oder aggressives Fahrverhalten werden bereits beim ersten Verstoß mit 2000 Euro und einem Jahr Fahrverbot geahndet.
Weitere Regelungen und Strafen
Die griechischen Behörden haben auch andere Verstöße ins Visier genommen. Alkohol am Steuer wird mit Strafen zwischen 350 und 4000 Euro geahndet. Wer ohne Sicherheitsgurt fährt, muss mit 100 Euro rechnen, während Motorradfahrer ohne Helm mindestens 350 Euro zahlen müssen. Eine neue Regelung betrifft Familien: Wer mit Kindern unter zwölf Jahren im Fahrzeug raucht oder diese nicht ordnungsgemäß sichert, muss bis zu 2000 Euro zahlen. Sogar Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen, werden mit 30 Euro zur Kasse gebeten.
Parken und Vollstreckung von Bußgeldern
Auch beim Parken können hohe Bußgelder zwischen 20 und 150 Euro anfallen. Besonders unangenehm ist, dass die Polizei das Kennzeichen einziehen kann, was bedeutet, dass das Auto wochenlang nicht bewegt werden darf. Dies stellt insbesondere für Mietwagenfahrer ein ernsthaftes Problem dar.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass griechische Bußgelder auch in Deutschland vollstreckt werden können. Autofahrer, die glauben, ein Knöllchen aus Griechenland ignorieren zu können, irren sich. Positiv ist jedoch, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen von 130 km/h auf 140 km/h angehoben wurde.
Bildquelle: Jebulon via Wikimedia Commons (CC0)








