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Hepatitis A-Ausbruch in Süditalien: Gesundheitsbehörden warnen vor rohen Meeresfrüchten

In Süditalien breitet sich Hepatitis A rasant aus, mit über 150 Fällen in der Region Kampanien. Experten vermuten rohe Meeresfrüchte, insbesondere Muscheln, als Auslöser und warnen vor den gesundheitlichen Risiken. Neapels Bürgermeister hat ein Verbot für den Verzehr von rohen Meeresfrüchten erla…

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Meeresfrüchte unter Verdacht: Hepatitis-Ausbruch in Italien
KI-generiert

Neapel (Italien) – Kurz vor den bevorstehenden Osterferien sorgt ein Hepatitis A-Ausbruch in Süditalien für Besorgnis. In der Region Kampanien wurden seit Jahresbeginn bereits über 150 Infektionen registriert, darunter 84 Fälle allein in der Millionenstadt Neapel. Die Gesundheitsbehörden berichten von einem alarmierenden Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Lage in den Krankenhäusern wird zunehmend kritisch. Ärzte berichten von einer ungewöhnlich hohen Anzahl schwerer Krankheitsverläufe. Besonders besorgniserregend ist, dass die Zahl der Neuinfektionen auch im März weiter ansteigt. Normalerweise folgt Hepatitis A keinem festen saisonalen Muster, sodass die Behörden die Situation in Neapel und Umgebung genau beobachten.

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„Wir sehen eine lange Serie schwerer Fälle, die unsere Station ausgelastet haben, sodass wir Betten in der Notaufnahme nutzen mussten“, sagte die Infektiologin Novella Carannante vom Krankenhaus Cotugno in Neapel.

Die betroffenen Gebiete umfassen insbesondere Neapel, Capri und die beliebte Amalfiküste. Experten vermuten, dass rohe Meeresfrüchte, insbesondere Muscheln, die Ursache für die Infektionen sind, da diese Viren aus kontaminiertem Wasser aufnehmen können. Berichten zufolge soll sogar verunreinigtes Abwasser in Zuchtanlagen gelangt sein. Einige der Erkrankten gaben an, zuvor rohe Muscheln verzehrt zu haben. Laut dem Istituto Zooprofilattico Sperimentale del Mezzogiorno wurden bei 142 Proben acht positive Fälle festgestellt: sieben Muscheln und eine Auster.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi ein umfassendes Verbot für den Verzehr von rohen Meeresfrüchten in Restaurants, Imbissen und Märkten erlassen. Verstöße gegen dieses Verbot können mit Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro geahndet werden. Die Polizei führt Kontrollen in den Geschäften durch. Gleichzeitig rufen die Gesundheitsbehörden die Bevölkerung zur Impfung auf. Um eine schnelle Eindämmung des Virus zu gewährleisten, wird empfohlen, Meeresfrüchte nur gut durchgegart zu konsumieren.

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Italien bleibt ein beliebtes Reiseziel, jedoch sollten Urlauber derzeit besonders vorsichtig sein und beim Essen genau hinschauen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vorerst auf rohe Meeresfrüchte verzichten.

Bildquelle: depositphotos

TS