Ein iranischer Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus sorgt für neue Spannungen und treibt den Ölpreis in die Höhe. Die Revolutionsgarden betonen, dass nur durch genehmigte Routen sichere Durchfahrten möglich sind.
Iranische Marine attackiert Frachtschiff in strategischer Wasserstraße von Hormus

Ein Drohnenangriff des Iran auf ein Frachtschiff hat die Ölpreise umgehend beeinflusst. Dabei wurde das unter singapurischer Flagge fahrende Schiff vor der Küste Omans getroffen, was die Kontrolle Teherans über die Schifffahrt in der Straße von Hormus erneut verdeutlicht.
Iran setzt Zeichen der Macht
Am 26. Juni 2026 bestätigten US-Beamte, dass die iranischen Revolutionsgarden für den Angriff verantwortlich sind. Der Vorfall geschah nur kurz nachdem die Meerenge wieder passierbar geworden war. Berichten zufolge versuchte das Schiff, die von Teheran vorgegebenen Routen zu umgehen, was zu dem Angriff führte.
Reaktionen auf den Vorfall
Die iranische Behörde PGSA äußerte sich umgehend und erklärte, dass Durchfahrten durch die Straße von Hormus nur auf von Iran festgelegten Routen sicher seien. Alle anderen Routen seien nicht durch Sicherheitsgarantien abgedeckt. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa stoppte die Weltschifffahrtsorganisation IMO daraufhin ihren zuvor gestarteten Evakuierungsplan für über 11.000 Seeleute in der Region.
Ölpreise steigen nach dem Angriff
Der Ölmarkt reagierte sofort auf den Vorfall. Der Preis für ein Barrel der Brent-Referenzmarke, der am Donnerstag auf 72,06 Dollar gefallen war, stieg am Abend auf 75,84 Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von nahezu drei Prozent im Vergleich zum Vortag und rund fünf Prozent im Vergleich zum Tagestief. Zuvor hatte der Ölpreis aufgrund einer erhöhten Schifffahrt in der Region, mit 70 Durchfahrten am Mittwoch, eine leichte Erholung erfahren.
Folgen für den Trump-Deal
Der Angriff könnte das fragile Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran gefährden, das eine Beendigung der Kampfhandlungen und die Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße zum Ziel hat. US-Außenminister Marco Rubio stellte klar, dass Washington keinem Abkommen „um jeden Preis“ zustimmen werde. Ein effektives Abkommen müsse belastbar, überprüfbar und dauerhaft sein. Bilder von US-F-16-Kampfflugzeugen wurden veröffentlicht, um die anhaltende Präsenz der US-Streitkräfte in der Region zu unterstreichen.
Spannungen im Nahen Osten
Parallel zu den Entwicklungen in der Straße von Hormus dauern die Verhandlungen um einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah an. Das US-Außenministerium betonte, dass die Gespräche weiterhin unterstützt werden. Die Hisbollah, die enge Verbindungen zum Iran hat, lehnt jedoch die Verhandlungen ab. In der vergangenen Woche wurde eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah weitgehend eingehalten, jedoch meldete die israelische Armee die „Eliminierung“ von sechs Hisbollah-Mitgliedern in einer von Israel kontrollierten Zone im Südlibanon.
Quellen: fr
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