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Kremlkritische Nowaja Gaseta zieht nach 30 Jahren den Schlussstrich

Chefredakteur Sergej Sokolow äußerte sich in einer Videobotschaft auf YouTube und bestätigte das Aus der Nowaja Gaseta.

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Kremlkritische Zeitung
Юлия auf Pexels

Die russische Zeitung Nowaja Gaseta, die von dem Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow gegründet wurde, hat entschieden, nach über 30 Jahren ihre Tätigkeit zu beenden. Dieser Schritt erfolgt unter dem Druck von russischen Behörden und Geheimdiensten, die die Redaktion zur Schließung gezwungen haben. Auf der Website der Zeitung wird in einer Mitteilung festgestellt: “Man hat uns getötet.” Die endgültige Einstellung des Betriebs ist für den 9. November geplant, an dem die Server abgeschaltet werden.

Chefredakteur Sergej Sokolow äußerte sich in einer Videobotschaft auf YouTube und bestätigte das Aus der Nowaja Gaseta. Er machte deutlich, dass diese Entscheidung das Ergebnis des Drucks durch die russischen Behörden und Geheimdienste sei. Die Zeitung war bekannt für ihre kritische Berichterstattung und sah sich seit Jahren erheblichem Druck ausgesetzt.

Als eine der letzten unabhängigen Stimmen in Russland wird die Nowaja Gaseta betrachtet. Der Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja im Jahr 2006 hatte der Zeitung internationales Aufsehen beschert und sie in den Fokus der politischen Repression gerückt. In diesem Jahr wird der Mord zum 20. Mal erinnert, was die prekäre Lage der Redaktion verdeutlicht.

Im April 2022 durchsuchten die Behörden die Redaktionsräume in Moskau, und im September folgte die Einstufung der Zeitung als ausländischer Agent. Diese Einstufung bringt zahlreiche Einschränkungen mit sich, die die Arbeit der Redaktion erheblich erschweren. Auch der Gründer der Zeitung, Dmitri Muratow, war zuvor als Auslandsagent klassifiziert worden, was die Repression gegen kritische Stimmen in Russland verdeutlicht.

In ihrer Erklärung betont die Redaktion, dass ihre mehr als 30-jährige Arbeit nun ohne jegliche Existenzgrundlage endet. Die Nowaja Gaseta hat sich stets für die Rechte der Bürger und die Pressefreiheit eingesetzt, was sie zu einem Ziel staatlicher Repressionen gemacht hat.

Die Schließung der Nowaja Gaseta stellt ein weiteres alarmierendes Zeichen für die zunehmenden Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland dar. Kritische Medien sehen sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wachsendem Druck ausgesetzt. Der Verlust dieser Zeitung wird als erheblicher Rückschlag für die unabhängige Berichterstattung in Russland gewertet.

In ihrer letzten Mitteilung hebt die Redaktion hervor, dass die Schließung nicht nur das Ende eines Mediums markiert, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für die Meinungsfreiheit im Land darstellt. Am 9. November wird die Nowaja Gaseta ihre letzten Schritte unternehmen, um den Betrieb endgültig einzustellen und die Server abzuschalten.


Quellen: Welt, Süddeutsche Zeitung, FAZ

Bildquelle: Юлия auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS