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Mallorca: Was die Partyinsel für Urlauber finanziell bereithält im kommenden Jahr

Mallorca eröffnet die Partysaison am Ballermann mit einem vollbesetzten „Bierkönig“. Trotz anhaltender Herausforderungen genießen die Urlauber ausgelassene Stimmung und legen bereitwillig Geld für ihren Aufenthalt an der beliebten Küste aus.

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Mallorca steht vor
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Die Stimmung auf Mallorca ist optimistisch, während die neue Saison am Ballermann eingeläutet wird. Der „Bierkönig“, eine der bekanntesten Diskotheken der Insel, hat seine Türen geöffnet und die Vorfreude der Urlauber ist spürbar. Der Ballermann-Sänger Tim Toupet beschreibt die Atmosphäre als „alles wie immer“ und verweist sowohl auf die ausgelassene Stimmung als auch auf die Herausforderungen, mit denen die Insel konfrontiert ist.

Eröffnung des „Bierkönigs“ mit viel Andrang

Das viertägige Opening des „Bierkönigs“ hat begonnen und die Besucher strömen in Scharen. „Der Laden ist schon wieder rappelvoll“, berichtet Toupet, der sich kaum die Zeit nehmen kann, um die Neuerungen im Lokal zu begutachten. Die Diskothek hat zwar einige Umgestaltungen erfahren, doch die alten, kaputten Fliesen sind geblieben. „Für die Renovierungsarbeiten war es höchste Zeit. So wie ich das bei meinem ersten Auftritt kurz begutachten konnte, hat der ‚Bierkönig‘ das gut gemacht“, fügt er hinzu.

Voller Andrang und hohe Preise

Der Sänger Julian Sommer zeigt sich begeistert von der Eröffnung: „Beim Opening ist immer sehr viel los, spätestens am frühen Abend ist in den Läden Einlassstopp. Alle freuen sich wieder, dass es losgeht. Die Stimmung ist unfassbar gut. Es ist zwar voll und nicht billig, wird aber wieder grandios“, ist er überzeugt.

Die Texte der meisten Ballermann-Hits handeln von der Sehnsucht nach Sonne, Urlaub und der Insel. Die Besucher beim Opening kennen die Lieder auswendig und man sieht ihnen an, wie sehr sie auf diesen Moment gewartet haben. Ein Paar aus Flensburg, das vor drei Jahren beim Opening war, erzählt: „Da sind wir regelrecht mit Herzschmerz abgereist und haben ein Mallorca-Fieber entwickelt.“ Sie sind von kaltem Wetter in Deutschland auf die etwa 25 Grad warme Mittelmeerinsel gereist und haben für ihren zweiwöchigen Aufenthalt 1.800 Euro bezahlt, was sie als „völlig in Ordnung“ empfinden.

Attraktivität der Insel trotz Krisen

Toupet äußerte zunächst Bedenken, dass die steigenden Preise die Urlauber abschrecken könnten. „Das Geld sitzt scheinbar aber doch noch locker. Zumal die Lage im Nahen Osten Mallorca umso attraktiver macht“, erklärt er. Zudem wird die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft als weiterer Anreiz genannt. Sommer ergänzt: „Es werden so oder so sehr viele Leute nach Mallorca kommen, es werden aber auch viele sagen: Es ist WM. Wo kann ich das auch cool gucken und feiern?“ Historisch gesehen sind WM-Jahre für Mallorca stets Boom-Jahre.

Probleme abseits des Feierns

Abseits des „Bierkönigs“ sind jedoch auch die gewohnten Probleme sichtbar. Die Schinkenstraße, die zum Meer führt, ist gesäumt von illegalen Straßenhändlern, die unter anderem Trikots mit provokanten Aufschriften anbieten. Ein Shirt mit der Aufschrift „Führer“ und der Nummer 44, das in einer Schriftart gestaltet ist, die an die SS erinnert, ist wieder erhältlich. In Spanien sind solche rechtsradikalen Symbole nicht verboten, was zu Beschwerden von Urlaubern führt.

Die Polizei, die gegen die illegalen Händler vorgehen könnte, ist nicht in Sicht. Urlauber aus Flensburg berichten: „Die Zahl an Taschendieben ist erschreckend. Da muss man echt aufpassen.“ Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Vorfreude auf die Saison ungebrochen.

Bildquelle: depositphotos

TS