Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Nordkorea-Hacker erbeuten Milliarden in Angriff auf Kryptowährungs-Börse

Aktueller Stand: Infolgedessen sah sich Binance gezwungen, sämtliche Ein- und Auszahlungen vorübergehend auszusetzen, was bedeutete, dass die Kunden momentan nicht auf ihre Gelder zugreifen können.

Artikel hören

Binance-Hack: Nordkorea-Hacker stehlen Milliarden Dollar an Kryptowährungen
KI-generiert

Massiver Cyberangriff auf Binance: Milliardenverluste durch Nordkorea

Ausblick: Die Kryptobörse Binance muss sich nach einem schwerwiegenden Hackerangriff mit erheblichen Verlusten auseinandersetzen. Die Attacke, die als eine der größten in der Geschichte digitaler Währungen gilt, wird von Experten einer nordkoreanischen Hackergruppe, bekannt als TraderTraitor, zugeschrieben. Es wird vermutet, dass in diesem Vorfall bis zu 6,36 Milliarden Dollar (ca. 5,7 Milliarden Euro) entwendet wurden, wobei der Großteil des Diebstahls innerhalb von nur 20 Minuten stattfand.

Aktueller Stand: Infolgedessen sah sich Binance gezwungen, sämtliche Ein- und Auszahlungen vorübergehend auszusetzen, was bedeutete, dass die Kunden momentan nicht auf ihre Gelder zugreifen können. Die Plattform betont, dass die Bestände der Nutzer jedoch sicher seien und dass man plant, alle Verluste auszugleichen.

Reaktionen und Maßnahmen von Binance

Changpeng Zhao, der CEO von Binance, äußerte sich auf der Plattform X und bestätigte, dass ein Hack stattgefunden hat. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, hatte Binance bereits 2018 einen Notfallfonds eingerichtet, in dem Bitcoin im Wert von etwa einer Milliarde Dollar gehalten wird. Dennoch ist dies deutlich weniger als der Betrag, der in diesem Vorfall verloren ging. Mit Unterstützung von Partnern wurden Vermögenswerte im Wert von rund drei Milliarden Dollar eingefroren, um die Rückverfolgbarkeit der gestohlenen Gelder zu gewährleisten.

Die Angreifer versuchten offenbar, die gestohlenen Kryptowährungen schnell in andere Währungen umzuwandeln, um das Einfrieren ihrer Gelder zu umgehen. Bei Stablecoins, die an den US-Dollar gekoppelt sind, konnten die Herausgeber die Bestände jedoch zentral sperren. Bei dezentralen Währungen wie Bitcoin und Ether ist dies jedoch nicht möglich, was bedeutet, dass ein erheblicher Teil der gestohlenen Gelder weiterhin unzugänglich bleibt.

Hintergründe des Angriffs und Ermittlungen

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Angriff möglicherweise durch den gehackten Laptop eines Ingenieurs initiiert wurde. Über diesen Zugang konnte der Angreifer unberechtigte Auszahlungen veranlassen. TRM Labs hat festgestellt, dass die Hacker die Kontrolle über die Systeme der Börse erlangten, die für die Freigabe von Überweisungen zuständig sind. Binance plant, eine umfassende Analyse des Vorfalls zu veröffentlichen, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Nordkorea ist bekannt für seine Cyberangriffe, die häufig zur Beschaffung von Devisen und zur Spionage eingesetzt werden. Der Militärgeheimdienst des Landes soll die Hackergruppen koordinieren. Schätzungen zufolge beschäftigte Nordkorea im Jahr 2024 rund 8.400 Experten im Bereich Cyberkrieg. Diese Angriffe sind Teil einer umfassenden Strategie, die neben Atomwaffen und Raketen auch die militärische Kapazität des Landes unterstützen soll.

Vorherige Cyberangriffe Nordkoreas

In der Vergangenheit hat Nordkorea bereits durch verschiedene Cyberattacken auf sich aufmerksam gemacht. Ein prominentes Beispiel ist der Angriff auf Sony Pictures im Jahr 2014, der als Reaktion auf die Veröffentlichung des Films “The Interview” erfolgte. Auch die Zentralbank von Bangladesch wurde 2016 Ziel eines Übergriffs. Laut der Analysefirma Chainalysis erbeuteten mit Nordkorea in Verbindung stehende Hackergruppen im vergangenen Jahr Kryptowährungen im Wert von etwa 2,02 Milliarden Dollar.

Die gegenwärtige Attacke auf Binance markiert einen weiteren Höhepunkt in der Reihe von Cyberangriffen, die mit Nordkorea in Verbindung stehen. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit großer Besorgnis, da solche Vorfälle nicht nur finanzielle Schäden anrichten, sondern auch das Vertrauen in die Sicherheit von Kryptowährungen nachhaltig erschüttern.


Quellen: t-online, Tagesspiegel

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS