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Öffentliche Auspeitschungen in Indonesien: Elf Personen wegen außerehelicher Beziehungen bestraft

In Aceh wurden elf Personen öffentlich ausgepeitscht, darunter vier wegen außerehelichen Geschlechts. Die Anwendung von Scharia-Recht sorgt für anhaltende Kontroversen und internationale Kritik.

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100 Schläge für Sex außerhalb der Ehe: Frauen und Männer in Indonesien öffentlich ausgepeitscht
Voice of America via Wikimedia Commons (Public domain)

Öffentliche Bestrafungen in Aceh

In der indonesischen Provinz Aceh wurden elf Personen durch ein Scharia-Gericht öffentlich ausgepeitscht. Unter den Verurteilten befinden sich vier Individuen, die beschuldigt wurden, außerehelichen Geschlechtsverkehr praktiziert zu haben. Diese Personen erhielten jeweils 100 Hiebe mit einem Stock, darunter zwei Frauen und zwei Männer.

Strafen für leichtere Vergehen

Zusätzlich zu den schweren Strafen für außerehelichen Sex wurden vier weitere Personen mit jeweils 22 Hieben bestraft, da sie geringfügige Verstöße im Bereich körperlicher Intimität begangen hatten, was Küsse oder Umarmungen umfassen kann. Darüber hinaus wurden zwei weitere Personen mit sieben Hieben bestraft, weil sie sich möglicherweise zu nahe gekommen sind, was sogar durch Händchenhalten ausgelöst werden kann. Ein Mann erhielt 20 Hiebe aufgrund des Konsums von Alkohol.

Das Scharia-Recht in Aceh

Das in Aceh geltende Scharia-Strafrecht erlaubt öffentliche Auspeitschungen für verschiedene Vergehen, zu denen neben außerehelichem Sex auch Glücksspiel, Alkoholkonsum und bestimmte Formen körperlicher Nähe zwischen unverheirateten Personen zählen. Diese Strafen werden häufig vor Publikum vollzogen, was auf breite Unterstützung in der Bevölkerung stößt. Besonders umstritten sind die Strafen gegenüber homosexuellen Personen, die ebenfalls oft öffentlich bestraft werden.

Hintergrund der Scharia-Anwendung

Die Anwendung des Scharia-Rechts in Aceh ist das Ergebnis eines Autonomiestatus, der der Provinz nach einem Friedensabkommen im Jahr 2005 gewährt wurde. Während in anderen Teilen Indonesiens solche Strafen nicht mehr legal sind, werden sie in Aceh weiterhin durchgeführt und von den lokalen Behörden verteidigt. Seit 2002 gilt in der Region eine spezielle Form des islamischen Scharia-Rechts, die im Jahr 2015 verschärft wurde. Diese Regelungen sind im indonesischen Kontext einzigartig.

Kritik von internationalen Organisationen

Internationale Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen, haben die Scharia-Strafen in Aceh seit Jahren scharf kritisiert und öffentliche Auspeitschungen als erniedrigende Form der Bestrafung bezeichnet. Indonesien wurde immer wieder aufgefordert, die in Aceh praktizierten Körperstrafen abzuschaffen. Trotz dieser globalen Kritik bleibt die Unterstützung für das Scharia-Recht in der Provinz stark.


Quellen: Bild, RTL

Bildquelle: Voice of America via Wikimedia Commons (Public domain)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS